Oberentfelden
Anstelle der alten Korkfabrik ist hier ein Mehrfamilienhaus für 3 Millionen Franken geplant

Am Oberentfeldner Dorfeingang soll die alte Korkfabrik neben der Bahnlinie abgerissen werden. An ihrer Stelle soll eine neues Mehrfamilienhaus mit neun Wohnungen gebaut werden.

Florian Wicki
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Die Profile für den Neubau stehen bereits und zeigen, wie viel grösser das neue Mehrfamilienhaus werden soll.

Die Profile für den Neubau stehen bereits und zeigen, wie viel grösser das neue Mehrfamilienhaus werden soll.

Florian Wicki

Über 160 Jahre ist es alt, das rote Haus an der Muhenstrasse 4 in Oberentfelden. Kurz vor der berühmt-berüchtigten Bahnkreuzung, wo sich die Linien Schöftland - Aarau und Suhr - Zofingen kreuzen und gleich gegenüber vom Ammann-Center, wo sich der Spar, die Aargauische Kantonalbank, die Lindenfeldapotheke und 17 weitere Geschäfte befinden.

Dieses Haus soll nun abgerissen werden. An seine Stelle will die Zubler Immobilien AG, seit November Eigentümerin der Liegenschaft, für rund 3 Millionen Franken ein Mehrfamilienhaus mit neun Wohnungen bauen. Bis am 18. Januar liegt noch ein entsprechendes Baugesuch (inklusive Gesuch für den Abbruch) auf.

Geplantes Gebäude ist 43 Zentimeter zu hoch

Im Haus war früher eine Fabrik zuhause, eine Korkfabrik. Damals war der direkt an der Suhre gelegene Standort ein enormer Vorteil. Heute ist er eher ein Nachteil, wie aus dem Baugesuch hervorgeht. So verzichtet das Projekt zum Beispiel auf eine Einstellhalle für die Fahrzeuge der Mieterschaft – dies wegen der Nähe zur Suhre und für den Hochwasserschutz. Die Parkplätze – sowie der Besucherparkplatz – werden folglich auf der eigenen Parzelle errichtet.

Die Nähe zum Wasser wirkt sich auch auf die Höhe des Gebäudes aus. So heisst es im Baugesuch, aufgrund der erhöhten Lage des Erdgeschosses (wegen Hochwasserschutzes) werde die maximal zulässige Gebäudehöhe (12 Meter) für ein solches Haus um 43 cm überschritten. Dafür habe man die Erdgeschosskote gegenüber der Umgebung um 80 cm erhöht, damit alle Gebäudeöffnungen höher liegen. Der Ausweg: Hätte das Gebäude im Erdgeschoss einen Gewerberaum, wäre an dieser Stelle eine Gebäudehöhe von 13 Metern zugelassen. Darum hat der Bauherr ein Ausnahmegesuch an den Gemeinderat gestellt, welcher bereits eine Ausnahmebewilligung in Aussicht gestellt haben soll.

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