«Jetzt machen wir ernst!» Mit diesen Worten weiht Frank Haemmerli, Stadtoberförster von Lenzburg, die neu aufgestellten Waldknigge-Plakate im Forstrevier der Lenzia ein. Gut sichtbar findet man sie seit Kurzem an Waldeingängen, Parkplätzen und weiteren gut besuchten Stellen im ganzen Forstrevier. Der Lenzburger Künstler Fritz Huser hat die Plakate gestaltet.

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Die Pläne für das Projekt haben die Forstdienste Lenzia am 20. März vorgestellt, nun wurde es umgesetzt. Die Plakate sollen den Waldbesuchern den passenden Knigge, also das korrekte Verhalten im Wald, näher bringen. «Alle Menschen im Wald sind Gäste.

Und uns Revierförstern obliegt die Aufgabe, die Wald- und Jagdgesetzte unter ihnen durchzusetzen», sagt Stadtoberförster Frank Haemmerli. Er will die Einhaltung des Waldknigges allerdings weniger mit Strafandrohungen und Verbotsschildern erreichen. Stattdessen soll das nun aufgestellte Plakat den Waldgästen auf eine «beschauliche und freundliche Art» das erwünschte Verhalten für ein «friedliches Miteinander» vermitteln, so Hämmerli.

Auf den Plakaten sind die wichtigsten Waldregeln spielerisch in Bild und Text zu sehen. Damit dem Waldgast die Regeln einfacher im Gedächtnis bleiben, hat Huser noch ein Gedicht zur Waldknigge geschrieben.

Ziel des Projekts ist eine Selbstregulierung. «Im Wald hängt vieles zusammen, die Wildtiere brauchen Ruhe. Wenn sie ständig durch rechtswidriges Verhalten gestört werden, kommt es für die Tiere zu vielen stressigen Fluchtsituationen.

Sie brauchen dann viel Energie, fressen ungewohnte Pflanzen und beschädigen Bäume. Damit schaden sie dem ganzen Wald», erklärt Thomas Laube, Vizepräsident des aargauischen Jagdverbands und Präsident der Stiftung Wildtiere.

Obwohl die Lenzia auf Infoplakate setzt, geht es nicht ganz ohne Verbotsschilder. Bei vier Schutzzonen gibt es kleine Waldknigge-Verbotsschilder.