Die Situation um die vermissten Büsis in Dürrenäsch spitzt sich weiter zu: Offenbar sind mehr Katzen verschwunden, als bisher angenommen. Wie Tele M1 nun berichtet, handelt es sich dabei allein im Raum Dürrenäsch um rund ein Dutzend Tiere.

Auffallend dabei ist, dass es sich vor allem um Katzentigerli handelt, die plötzlich wie vom Erdboden verschluckt sind. Zu ihnen gehören die beiden Tigerli Kitty und Kimbo von Ursula Grädel. Sie sind seit Wochen verschollen.

Grädel sieht hinter den verschollenen Tieren ein systematisches Vorgehen und befürchtet nun, «dass jemand etwas mit diesen Katzen anfangen will, nur weil es sich um Tigerli handelt. Da kann ich mir nicht genau vorstellen, was mit den Büsis passieren soll.» Am schlimmsten sei die Ungewissheit, sagt Sandra Lindemann. Auch sie sucht nach ihrem Büsi.

Verschwundene Büsis im Seetal

Verschwundene Büsis im Seetal

In Dürrenäsch sind gleich sieben Katzen verschwunden. Die Ungewissheit bei den Büsibesitzern ist gross.

Nicht alle gemeldeten Katzen werden vermisst

Bei den Katzenhaltern geht die Angst um. Offenbar werden auch im Raum Beinwil am See in einem Umkreis von zehn Kilometern rund dreissig Katzen als vermisst gemeldet, schreibt eine Leserin auf aargauerzeitung.ch.

Jüngster Fall sei dabei eine vergiftete Katze im Reinacher Moos. Treibt da ein Katzenhasser sein Unwesen? Sind die Tiere an einem andern Ort wieder aufgetaucht?

Judith Müller, stellvertretende Geschäftsführerin der Schweizerischen Tiermeldezentrale (STMZ) erklärt auf Anfrage: «In der Gemeinde Dürrenäsch haben wir sechs vermisste Katzen registriert.»

Zwei Büsi konnten im vergangenen Monat gefunden werden und sind zu ihren Besitzerin zurückgekehrt. Ein Tier sei im August gefunden worden, eine Vermisstmeldung dazu fehle jedoch im jetzigen Zeitpunkt.

«Die STMZ bearbeitet pro Monat gegen 2000 Meldungen, 85 Prozent davon betreffen Katzen», sagt Müller. Diese Zahl ist laut Müller im Sommer einiges höher als während der Wintermonate, in denen sich die Büsi weniger im Freien aufhalten.