Lenzburg
Niederlenzer Kirchweg wird in drei Etappen saniert

Die Sanierung des Niederlenzer Kirchwegs sorgte im Einwohnerrat für Diskussionen, nicht alle waren mit einer Sanierung in drei Etappen einverstanden, zumal die letzte Etappe erst 2018 vollzogen wird.

Janine Gloor
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Zwischen dem Haus «Lenzbürgi» (links) und dem «Im Lenz»-Neubau (rechts) wird der Niederlenzer Kirchweg zur Begegnungszone.

Zwischen dem Haus «Lenzbürgi» (links) und dem «Im Lenz»-Neubau (rechts) wird der Niederlenzer Kirchweg zur Begegnungszone.

Chris Iseli/AZ

Dass der Niederelenzer Kirchweg saniert werden muss, waren sich an der Einwohnerratssitzung alle Parteien einig. Die Strasse wird Zufahrtsstrasse für das Quartier «Im Lenz», welches sich gemäss Einwohnerratspräsidentin Linda Kleiner in einer «massiven Gestaltungsphase» befindet. In der Vorlage des Stadtrats wurde die Sanierung in drei Etappen aufgeteilt, wobei die 1. Etappe im Herbst 2015 und die 2. Etappe im Jahr 2016 geplant sind. Die 3. Etappe betrifft den südlichsten Teil des Niederlenzer Kirchwegs. Hier soll eine Begegnungszone mit einem Wendeplatz für Lastwagen und möglicherweise eine Bushaltestelle entstehen. Die Realisierung dieser Etappe ist jedoch erst für 2018 vorgesehen.

Ruedi Baumann (SVP) als Sprecher der Geschäftsprüfungs- und Finanzkommission wies auf das Problem des Bodenbelags für die 3. Etappe hin. «Wenn auf diesem Platz 40-Tönner wenden müssen, braucht es statt einem Teer- einen Betonbelag». Dieser Belag würde 100 000 Franken kosten, vielleicht bleibe ja nach der 1. und 2. Etappe noch Geld übrig. Nach Baumann drehten sich meisten Wortmeldungen um den Zeitpunkt der Sanierung.

3. Etappe aufschieben

Remo Keller (SP) fragte, ob man nicht sparen könnte, wenn man alle Etappen gleichzeitig sanieren würde. Man sollte dafür das Ende der Bautätigkeit im Gebiet abwarten. Auch die Ankündigung der SBB, dass auf der nördlichen Seite des Bahnhofs eventuell noch mehr Platz benötigt werde, spricht laut Keller für eine Aufschiebung.

Auch für Beat Hiller (GLP) ist die Ungewissheit im Zusammenhang mit der SBB ein Grund, wenigstens mit einem letzten Teil der Sanierung zu warten. «Die GLP schlägt vor, die Etappen 1 und 2 jetzt zu sanieren und die 3. mit einer neuen Vorlage nochmals vor den Einwohnerrat zu bringen, wenn die Rahmenbedingungen gesichert sind.» Hiller reichte einen entsprechenden Änderungsantrag ein. Daniel Frey (EVP) sprach diesem Unterstützung zu.

Béatrice Taubert (SP) dagegen hatte für solche Ideen kein Verständnis: «Was gewinnen wir mit einer Rückweisung der Vorlage?», fragte sie. Falls ein neues Gleis dazukomme, werde dieses nur Parkplätze fressen, darüber hinaus seien Rahmenbedingungen schon jetzt klar und nicht mehr änderbar.

Dem stimmte Stadtrat Martin Steinmann (FDP) zu: «Die Anstösser haben ihre Ansprüche angemeldet, Verträge wurden gemacht. Eine zweite Vorlage kann nicht anders aussehen als die erste». Auch Jürg Haller (FDP) setzte sich bestimmt gegen einen späteren Zeitpunkt ein, «usestüdele» sei keine Lösung. Während der Gegenantrag zunächst äusserst vielversprechend erschien, wurde er mit nur 6 Stimmen abgelehnt und die ursprüngliche Vorlage des Stadtrats deutlich angenommen.

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