Rupperswil
Newcomer Daniel Marti (29) schafft die Wahl-Sensation: «Ich habe nicht damit gerechnet»

Der 29-jährige Elektromonteur Daniel Marti trat gegen fünf bisherige Gemeinderäte an – prompt wurde er gewählt. Er nennt drei Gründe, die den Ausschlag gegeben haben könnten.

Pascal Meier
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Daniel Marti

Daniel Marti

ZVG

Elektromonteur Daniel Marti hat am Sonntag in Rupperswil für eine Sensation gesorgt. Er schaffte es auf Anhieb mit einem Glanzresultat in den Gemeinderat. Marti erreichte 769 Stimmen bei einem absoluten Mehr von 499. Das ist eine Überraschung: Der 29-Jährige trat gegen das geschlossene Team aller fünf bisherigen Gemeinderäte an. Er wollte damit der Rupperswiler Bevölkerung eine Auswahl ermöglichen. Eine schwierige Ausgangslage.

Daniel Marti erhielt jedoch so viele Stimmen, dass er souverän an Beatrice Köbeli-Hürzeler (714 Stimmen) von der SVP vorbeizog, diese auf den undankbaren sechsten Platz verwies und somit aus dem Gemeinderat verdrängte. Die abgewählte Köbeli-Hürzeler (60) sitzt seit 2009 im Gemeinderat.

Die SVP verliert damit einen ihrer drei Sitze – und das an die CVP, für die der Kompanie-Kommandant Daniel Marti kandidierte. Im Gegensatz zu FDP, SVP und SP gibt es in der Gemeinde Rupperswil keine CVP-Ortspartei.

Nervenaufreibender Wahltag

Daniel Marti ist von diesem Erfolg überwältigt. «Ich habe nicht mit einer Wahl gerechnet.» Der Wahlsonntag sei nervenaufreibend gewesen: «Ich habe bei mir zu Hause einen Brunch organisiert für all jene, die mich im Wahlkampf unterstützt haben. Wir haben auf die Wahlresultate gewartet, die erst am frühen Nachmittag kamen.» Die Anspannung sei gross gewesen. «Wir haben schliesslich eine Flasche Champagner geöffnet.»

Daniel Marti war am Sonntagnachmittag ein gefragter Mann. Unzählige Gratulationen kamen per Telefon, SMS, Whatsapp und Facebook. Einige Rupperswiler gratulierten persönlich und kamen auf ein Bier vorbei. Andere schüttelten Marti auf offener Strasse die Hand. «Die Resonanz ist überwältigend», so der neue Gemeinderat.

Was hat den Ausschlag für die Wahl gegeben? Daniel Marti nennt drei mögliche Gründe: zum einen sein Alter. Die amtierenden Gemeinderäte sind zwischen 50 und 60 Jahre alt. «Zudem bin ich im Dorf aufgewachsen. Ich kenne viele Leute und bin in Vereinen aktiv.» Und nicht zuletzt habe er ein gutes Wahlkampfteam gehabt. «Ich war überrascht über die vielen Ideen.»

Als Gemeinderat möchte Marti Junge animieren, in der Dorfpolitik mitzumachen und sich für Kommissionen zur Verfügung zu stellen, «damit Rupperswil auch in Zukunft auf engagierte Kommissionsmitglieder und Gemeinderäte zählen kann.» Wichtig ist ihm die Zusammenarbeit unter den Generationen und ein aktives Dorfleben. «Ich fände es toll, wenn im Dorf noch mehr läuft. Dafür werde ich mich engagieren.»