Stapferhaus-Ausstellung
Neues Wahrzeichen: Lenzburg hat jetzt ein 32-Meter-Riesenrad

Das Stapferhaus Lenzburg geht mit seiner Ausstellung «Heimat – eine Grenzerfahrung» hoch hinaus. Diese Woche wird auf dem Zeughausareal ein 32 Meter grosses Riesenrad aufgestellt. Dieses bleibt ein Jahr in Lenzburg.

Pascal Meier
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Riesenrad beim Stapferhaus wird aufgerichtet
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Riesenrad beim Stapferhaus wird aufgerichtet Hendrik Boos von der deutschen Firma Gebrüder Boos Schaustellerbetriebe arbeitet mit einem fünfköpfigen Team in Lenzburg.
Riesenrad beim Stapferhaus wird aufgerichtet Letzter Ölwechsel
Riesenrad beim Stapferhaus wird aufgerichtet Das Riesenrad hat 24 Gondeln.
Riesenrad beim Stapferhaus wird aufgerichtet Die ganze Anlage wiegt 80 Tonnen und wurde mit drei Sattelschleppern von Magdeburg (D) nach Lenzburg gebracht.
Riesenrad beim Stapferhaus wird aufgerichtet
Riesenrad beim Stapferhaus wird aufgerichtet
Lenzburg hat jetzt ein Riesenrad: Der Aufbau beim Stapferhaus

Riesenrad beim Stapferhaus wird aufgerichtet

Pascal Meier

Das Lenzburger Westquartier hat bald ein neues Wahrzeichen. Ein sechsköpfiges Team stellt seit gestern auf dem Zeughausareal ein 32 Meter hohes Riesenrad auf. Es ist das Markenzeichen der neuen Stapferhaus-Ausstellung «Heimat – eine Grenzerfahrung», die am 11. März öffnet. Die Ausstellung dauert bis 25. März 2018. So lange steht das Riesenrad in Lenzburg.

«Das Projekt ist für uns eine neue Erfahrung», sagt Hendrik Boos (44). Er ist die eine Hälfte der Gebrüder Boos Schaustellerbetriebe aus dem deutschen Magdeburg. Der Familienbetrieb baut in ganz Europa Anlagen für Vergnügungspärke auf. «Es ist das erste Mal, das unser Riesenrad fest in eine Ausstellung integriert wird.» Die Technik müsse dafür angepasst und das Riesenrad langfristig installiert werden. «Normalerweise sind wir nur ein paar Tage an einem Ort, zuletzt in Warschau.»

Riesenräder sind gefragt. Pro Jahr sind Hendrik Boos und sein Team an rund 20 Veranstaltungen präsent. Das Stapferhaus hatte deshalb Mühe, ein Riesenrad für ein ganzes Jahr zu mieten. Die Gebrüder Boos zeigten sich flexibel: Sie arbeiten mit Partnern zusammen und ersetzen das Riesenrad teilweise durch andere Anlagen.

Ein Traum geht in Erfüllung

Eingetroffen ist das Riesenrad bereits am Montag. Drei Sattelschlepper verliessen um 5 Uhr morgens Magdeburg und rollten nach 800 Kilometern am Abend auf das Zeughausareal. Masten, Speichen, 24 Gondeln und weitere Komponenten wiegen stolze 80 Tonnen. Einer der Sattelschlepper brauchte eine Bewilligung als Schwertransport. Routine für die Gebrüder Boos, auch wenn sie manchmal lange auf die Bewilligung warten müssen. «In der Schweiz geht das jedoch zackig», so Hendrik Boos.

Gestern Abend wurde das Riesenrad aufgerichtet. Zuvor musste es zentimetergenau positioniert werden. Hydraulisch fuhren dann die Masten hoch. An der Welle an der Spitze der Masten wurden die ersten Speichen verschraubt. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Samstag. Während der Ausstellung wird das Riesenrad dann vom Stapferhaus-Team bedient und täglich gewartet. Jeden Monat überprüft zudem Hendrik Boos die Anlage.

Stapferhaus-Leiterin Sibylle Lichtsteiger freut sich, dass das Riesenrad nach langer Vorbereitungszeit in Lenzburg angekommen ist. «Am Anfang der Planung für eine neue Ausstellung hat man immer viele Träume, von denen man sich mit der Zeit verabschieden muss. Es ist deshalb schön, dass dieser Traum in Erfüllung gegangen ist.» Das Riesenrad sei jedoch nicht der einzige Höhepunkt der Ausstellung «Heimat – eine Grenzerfahrung». Lichtensteiger: «Das Riesenrad ist das Markenzeichen, jedoch nur ein Teil eines grossen Ganzen.»