Lenzburg
Neues Pflegeheim: «Ein solches Projekt ist definitiv kein Sprint»

Am Samstag kann der Neubau des neuen Pflegeheims im Alterszentrum Obere Mühle besichtigt werden. Verwaltungsratspräsidentin Heidi Berner spricht im Interview über das 42-Millionen-Projekt und verrät ihren Lieblingsplatz im neuen Gebäude.

Ruth Steiner
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Die Verwaltungsratspräsidentin der Alterszentrum Obere Mühle AG und Stadträtin Heidi Berner ist zufrieden mit dem Pflegeheim-Neubau.

Die Verwaltungsratspräsidentin der Alterszentrum Obere Mühle AG und Stadträtin Heidi Berner ist zufrieden mit dem Pflegeheim-Neubau.

Chris Iseli

Am Samstag lädt die Alterszentrum Obere Mühle AG zum Tag der offenen Tür ins neue Pflegeheim. Weshalb sollte man den Neubau besichtigen?

Heidi Berner: Das Projekt hat seinerzeit hohe Wellen geworfen, als die Solidarbürgschaft (die ursprünglichen Partnergemeinden Othmarsingen und Staufen zogen sich vom Neubau-Projekt zurück. Die Stadt Lenzburg erhöhte daraufhin die Solidarbürgschaft auf 8,42 Mio. Franken. Anm. der Redaktion) und die Verlängerung des Baurechts (Verlängerung bis Ende 2072, Anm. der Redaktion) durch die Stadt zur Debatte standen. Vor der Volksabstimmung im November 2012 fand im Altbau ein Tag der offenen Tür statt. Damals war den Besuchern klar, dass wirklich etwas geschehen musste. Und nun ist es ebenso klar, dass sich alle Interessierten selber ein Bild vom Neubau machen können.

Was erwartet die Besucherinnen und Besucher?

Es wird Führungen durchs Haus geben, denn ganz frei bewegen kann man sich in den Pflegabteilungen nicht. Dort ist die Privatsphäre der Bewohnerinnen und Bewohner zu wahren. Einzelne von ihnen werden jedoch Einblick in ihr privates Reich gewähren. Es können auch Räume besichtigt werden, die sonst nicht einfach zugänglich sind, zum Beispiel Technik, Küche, Aktivierungsräume. Anschliessend können die Besucher bei einem Imbiss miteinander ins Gespräch kommen.

Wie zeichnet sich das 42-Millionen Neubau-Projekt aus?

Was am meisten auffällt, sind die grosszügigen Innenhöfe. Sie dienen in erster Linie dazu, Tageslicht in die Räume zu bringen. Und im Parterre entsteht dadurch eine Art Piazza – ein öffentlicher Raum – mit Sitzgelegenheiten und dem «Mülikafi». Hier können sich Bewohnerinnen und Bewohner mit Besuchern treffen. Was weiter auffällt, ist die Materialisierung: Viel Holz im Parterre an den Wänden und schön verlegte Parkettböden in den Obergeschossen.

Ist der Alltag bei den Bewohnerinnen und Bewohnern bereits eingekehrt?

Der Zügeltermin war vor zwei Monaten. Ja, der Alltag ist weitgehend eingekehrt. Die Mitarbeitenden müssen aber viele Neuerungen in Griff bekommen.

Alterszentrum Obere Mühle zieht um.
9 Bilder
Alterszentrum Obere Mühle zieht um.
Alterszentrum Obere Mühle zieht um.
Alterszentrum Obere Mühle zieht um.
Alterszentrum Obere Mühle zieht um.
Alterszentrum Obere Mühle zieht um.
Alterszentrum Obere Mühle zieht um.
Alterszentrum Obere Mühle zieht um.
Alterszentrum Obere Mühle zieht um.

Alterszentrum Obere Mühle zieht um.

AZ

Haben Sie schon Rückmeldungen von Bewohnerinnen und Bewohnern erhalten?

Grundsätzlich haben wir sehr positive Reaktionen erhalten. Wenn auch einzelne Neuerungen noch nicht bei allen gleich gut angekommen sind, wie beispielsweise die Verpflegung auf den Abteilungen und nicht mehr im Speisesaal.

Wenn Sie sich zurückerinnern: Welches war die heisseste Phase des Projekts?

Vor der Volksabstimmung im Herbst 2012, als das Projekt hitzig diskutiert wurde. Das Projekt selber stand damals aber gar nicht zur Diskussion. Es ging nur um die Solidarbürgschaft und das Baurecht.

Worüber haben Sie sich am meisten gefreut während der Planungs- und Bauphase?

Über jeden Meilenstein, den wir passieren konnten – davon gab es etliche! Die bereits erwähnte Volksabstimmung, den Einzug ins Provisorium, das eine sehr gute Übergangslösung war, die Grundsteinlegung für den Neubau, die Rohbaubesichtigung, den Einzug in den Neubau. Ein solches Projekt ist definitiv kein Sprint, sondern eher ein Steeple-Lauf mit vielen Hindernissen. Wir freuen uns um so mehr, nun gemeinsam den Zielraum und das Ziel erreicht zu haben.

Welches ist für Sie der schönste Platz im neuen Gebäude?

Eigentlich habe ich zwei Orte, die mir ausserordentlich gut gefallen: Eine Sitzgruppe mit grossformatigen Bildern im 4. Obergeschoss mit Blick aufs Schloss. Und natürlich das «Mülikafi» – ein Ort der Begegnung, an dem jeden Tag «Tag der offenen Tür» ist.

Tag der offenen Tür

Tag der offenen Tür im neuen Pflegeheim im Alterszentrum Obere Mühle in Lenzburg am Samstag, 18. Juni, von 9 bis 16 Uhr.

Tag der offenen Tür im Provisorium des Alterszentrums Obere Mühle in Lenzburg
10 Bilder
Provisorium des Alterszentrums
Jede halbe Stunde fand eine Führung durch das Provisorium des Alterszentrums statt
Im Müli Kafi wurden den Besuchern Tessiner Spezialitäten serviert
Grosszügige Terrasse
Der Friseursalon im Provisorium
Die Küche des Provisoriums
Auf der Führung durch das Provisorium des Alterszentrums
Auf der Führung durch das Provisorium
Am Samstag lud das Alterszentrum Obere Mühle zum Tag der offenen Tür

Tag der offenen Tür im Provisorium des Alterszentrums Obere Mühle in Lenzburg

Markus Christen