Lenzburg
Neuer Wendeplatz für Busse bei Grossanlässen

Bei Grossanlässen in Lenzburg werden künftig die vier Haltestellen Hypiplatz, Kronenplatz, Burghalde und Poststrasse nicht mehr bedient. Dafür halten die Busse zwischen Hypi und Schneeflöcklihaus – erstmals am Chlausmärt am 11. Dezember.

Fritz Thut
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Künftig hält der Bus bei Grossanlässen in der Lenzburger Altstadt zwischen dem Schneeflöcklihaus (links) und der Hypothekarbank (rechts). Emanuel Freudiger

Künftig hält der Bus bei Grossanlässen in der Lenzburger Altstadt zwischen dem Schneeflöcklihaus (links) und der Hypothekarbank (rechts). Emanuel Freudiger

Die Improvisationen haben ein Ende. Das Konfliktpotenzial wird gänzlich eliminiert: Bei Grossanlässen in der Lenzburger Innenstadt werden künftig die vier Altstadt-Haltestellen Hypiplatz, Kronenplatz, Burghalde und Poststrasse nicht mehr bedient.

Dafür wird auf dem Platz zwischen dem Hauptsitz der Hypothekarbank und dem Schneeflöcklihaus ein temporärer Buswendeplatz samt Haltestelle eingerichtet. «Damit haben wir eine gute Lösung gefunden», ist René Bossard, der Betriebsleiter der Regionalbus Lenzburg AG (RBL), überzeugt.

Nadelöhr Gertrud-Villiger-Platz

Die neue Regelung gilt bei «Grossanlässen», zu denen die beiden Jahrmärkte, das Jugendfest und künftig wohl auch das Gauklerfestival gehören. Die Premiere steigt also am Chlausmärt, am Donnerstag, 11. Dezember.

An einem für die Medien arrangierten Termin wurde die Haltestelle gezeigt. Während die normalen Busse mitten auf dem Platz halten werden, müssen die längeren Gelenkbusse einen weiteren Bogen ausfahren und werden die Passagiere vor dem Hypi-Gebäude aufnehmen.

Unter Federführung der Regionalpolizei Lenzburg wurde nach einer Lösung gesucht, um künftig kritische und nervenaufreibende Situationen während diesen Anlässen zu eliminieren. «Ein Nadelöhr ist sicher der Gertrud-Villiger-Platz», hält Regionalpolizist Markus Basler fest.

Viele Stellen involviert

Um die Konflikte zwischen Buschauffeuren und an- oder wegfahrenden Marktfahrern zu verhindern, wurde schon bald eine Lösung mit einer Entflechtung von öffentlichem Verkehr und dem Geschehen auf den Altstadtstrassen angestrebt. Bis es soweit war, brauchte es unzählige Gespräche mit verschiedenen Stellen.

Involviert ist neben den RBL auch der Werkhof der Stadt Lenzburg, deren Mitarbeiter die Zu- und Wegfahrt auf die provisorische Haltestelle ermöglichen müssen. Wegen der neuen Zufahrt vom Freiämterplatz her müssen die Lichtsignalanlagen an den Kreuzungen für diese Tage speziell programmiert werden. Die Zustimmung der entsprechenden kantonalen Stellen traf erst vor zweieinhalb Wochen ein.

Somit kann am Chlausmärt die neue Regelung erstmals im Ernstfall getestet werden. «Wir sind uns bewusst, dass bei der Premiere nicht alle Details reibungslos funktionieren werden», so Polizist Basler. Entsprechend intensiv wird man die Dispositionen an diesem Tag beobachten und damit allfällige Schwachstellen orten und für die Zukunft beheben.

Die RBL haben gemäss Markus Bläuer, dem stellvertretenden Leiter Technik, nicht nur alle Chauffeure mit einem Instruktionsblatt auf die spezielle Situation vorbereitet, sondern werden mit einem allzeit präsenten Kundendienst die Passagiere auf die neue Haltestelle aufmerksam machen.

Märkte aufwerten

Der neue zentrale Buswendeplatz ist nur eine Massnahme, mit der die Verantwortlichen der Stadt die Jahrmärkte aufwerten wollen. «Längerfristig ist auch ein neues Parkplatzkonzept nötig», ist Basler überzeugt.

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