Die Gespräche über die geplante «Heirat» der beiden florierenden Kieswerke Lenzburg und Niederlenz stagnierten (az vom 8. Oktober). Nun vermelden die Behördenvertreter, Stadtrat Martin Stücheli aus Lenzburg und der neu amtierende Gemeindeammann Jürg Link aus Niederlenz: «Mit dem Start ins 2014 bekommen auch die Bemühungen um die Zusammenarbeit zwischen den beiden Kieswerken neuen Schub.»

Neue Gespräche nach Denkpause

Nachdem die Vorstellungen der beiden Kieswerk-Kommissionen über eine engere Zusammenarbeit im Frühling 2013 noch keine definitiven Schlüsse zuliessen, hat Niederlenz im vergangenen Sommer eine Denkpause verlangt und liess ausrichten, der Gemeinderat wolle in seiner November-Klausur über das Geschäft nachdenken.

Mit den Ergebnissen aus der Klausursitzung als Diskussionsgrundlage hat nun kürzlich ein Treffen der Gemeinderäte Niederlenz und Lenzburg stattgefunden. «Die Diskussion ist sehr positiv verlaufen», lassen Link und Stücheli gemeinsam verlauten. Über den Fahrplan zeichne sich sowohl inhaltlich wie auch zeitlich ein Weg ab. «Beide Partner wollen ein Kieswerk, das funktioniert», unterstreicht Jürg Link die Zielsetzung.

Mehr wollen die beiden Behördenvertreter in der Öffentlichkeit im Moment nicht sagen. Man wolle zuerst die beiden Kieswerkkommissionen wie auch das Personal über den weiteren Verlauf informieren. Beide Herren versichern jedoch, dass die bis jetzt getätigten Abklärungen und Vorarbeiten zum Projekt sich als gute Grundlage für die weiteren Schritte in eine gemeinsame Zukunft bestätigt hätten.

Neue Festanstellung kein Signal

Die Frage, ob die im Budget der Ortsbürgergemeinde Lenzburg vorgesehene «neue Festanstellung anstelle temporärer Arbeitskräfte» als Wink für einen suboptimalen Verhandlungsverlauf auszulegen sei, verneint Martin Stücheli. Es handle sich dabei um den Ersatz für eine anstehende Pensionierung, erklärt er. «Wegen der eingetretenen zeitlichen Verzögerung der Gespräche haben wir jedoch das ursprünglich bis Ende 2013 befristete Arbeitsverhältnis mit einem Mitarbeitenden bis im kommenden Juli verlängert.»

Im September 2012 liessen die beiden Kieswerkkommissionen Niederlenz und Lenzburg sowie die Beton Niederlenz-Lenzburg AG verlauten, dass man sich Gedanken über eine Fusion machen wolle. Der zeitliche Fahrplan sah vor, das neue Konstrukt mit der Beton AG als drittem Partner ab Anfang 2014 einzuführen.