Ammerswil

Neuer Pfarrer eingesetzt: Seine Türen stehen offen – für alle

Einsetzung von Pfarrer Lo Sardo durch Vize-Dekanin Dobler. Sonja Furter

Einsetzung von Pfarrer Lo Sardo durch Vize-Dekanin Dobler. Sonja Furter

Pfarrer Michael Lo Sardo wurde am Sonntag offiziell in sein Amt eingesetzt. In seiner Predigt sprach Lo Sardo über das Thema Neuanfang.

Die Kirche Ammerswil war an diesem Sonntag bis zum letzten Platz gefüllt: Freunde, der Gemeinderat von Ammerswil sowie die Kirchenpflege der umliegenden Gemeinden und die Gottesdienstbesucher waren gekommen, um der Amtseinsetzung des neuen Pfarrers beizuwohnen. Nach Brigitte Oegli und Christian Landes ist Michael Lo Sardo nun Pfarrer in Ammerswil.

Zu Beginn des Gottesdienstes richtete Vize-Dekanin Corinne Dobler das Wort an die Versammelten: «Dieser Gottesdienst ist etwas Besonderes. Wir feiern die Einsetzung unseres neuen Pfarrers.» Sie bat Lo Sardo auf die Bühne, der sodann vor der Gemeinde und vor Gott gelobte, der Kirche Ammerswil zu dienen, Bote des Evangeliums zu sein. Er verpflichtete sich auch der Ordnung der reformierten Kirche des Kantons Aargau. Nach dieser offiziellen Einsetzung klatschten die Anwesenden und Dekanin Dobler legte dem Pfarrer die Hände auf und segnete ihn.

Diener und Hirte der Gemeinde

Nebst dem Predigttext aus Jeremia wurde auch Psalm 23 gelesen, der vom guten Hirten handelt. Als solcher versteht sich auch der neue Pfarrer. «Die Türen des Pfarrhauses stehen immer offen – jederzeit und jedermann», betonte er. Und fügte hinzu, dass er sich als Diener der Gemeinde verstehe. In seiner Predigt ging er auch auf das Thema Neuanfang ein. Für ihn sei mit dem Amtsantritt in Ammerswil ein Neuanfang gekommen. Altes möchte er loslassen, Bewährtes aber beibehalten. Und in der Kirche einen Ort schaffen, an dem Menschen sich wohl fühlten, sagte der Pfarrer.

Lieber für Gott als für Autos

Lo Sardo ist Vater von vier Töchtern und selbst Pfarrerssohn. Nach der Schule interessierte er sich aber mehr für Autos und machte eine Ausbildung zum Mechaniker. Im Jugendkreis, so erzählte er, sei dann das christliche Erbe seiner Familie für ihn wieder wichtig geworden. Im Jahre 1989 begann er das Theologie-Studium. Heute arbeite er lieber für Gott und die Menschen, als Autos zu reparieren, für die er sich allerdings immer noch begeistern könne, erklärte Lo Sardo. Sich selbst beschreibt der Pfarrer als offen, kommunikativ, nachdenklich, manchmal etwas zu schnell, sowie als Menschen, der gerne lacht. Humor sei auch bei ihnen zu Hause etwas Wichtiges, fügte eine seiner Töchter hinzu und erzählte eine Anekdote, die davon handelte, dass der Vater sein Portemonnaie suchte und es schliesslich im Kühlschrank fand.

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