Seon
Neue Treppe als Filetstück des neuen Schulzentrums

Seon macht vorwärts mit dem Bau von neuem Schulraum. Am Donnerstag wurden der interessierten Bevölkerung die Ergebnisse des Architekturwettbewerbs präsentiert. Das Siegerprojekt zeichnet sich durch einfache Strukturen aus.

Fritz Thut
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Das Siegerprojekt für den Neubau des Unterstufenschulhauses Hertimatt 3 in Seon.

Das Siegerprojekt für den Neubau des Unterstufenschulhauses Hertimatt 3 in Seon.

Visualisierung Steiger Architekten, Baden

Im letzten Sommer bewilligte die Gemeindeversammlung eine Million Franken für die Projektierung eines neuen Unterstufenzentrums, am Donnerstag wurden der interessierten Bevölkerung die Ergebnisse des Architekturwettbewerbs präsentiert. Das Siegerprojekt stammt von Steiger Architekten, Baden, und zeichnet sich durch einfache Strukturen aus.

Zur Schlussrunde des Wettbewerbs hat die entsprechende Kommission in Seon 6 Büros zugelassen. «Es wurden gute bis sehr gute Projekte eingereicht», zeigte sich Vizeammann Hans Peter Dössegger angetan von den Vorschlägen.

Unterschiedliche Kriterien

An der Präsentation des Wettbewerbsergebnisses in der Halle 5 erläuterte der zugezogene Architekt von bauexperten.ch, Daniel Zehnder, als Jurypräsident den zahlreichen Interessierten die Stärken und auch die Schwächen der verschiedenen Arbeiten und vermittelte so indirekt die Kriterien, mit denen die Projektstudien für das neue Unterstufenschulhaus (zur Hauptsache Ersatz für das Seetalschulhaus) beurteilt werden.

Die sechs Büros mussten nicht nur ihre Pläne einreichen, sondern hatten zudem eine halbe Stunde Zeit, der Kommission ihre Überlegungen darzulegen. Bei der anschliessenden Frage-Viertelstunde, habe man, so Zehnder, auch gut gespürt, wie flexibel die jeweiligen Architekten ihren Entwurf vertraten.

Dieser Auftritt vor der Kommission hatte laut dem Jurypräsidenten ein gewisses Gewicht: «Schliesslich muss man noch rund Jahre miteinander intensiv zusammenarbeiten.» Bei der Vorstellung der ausgeschiedenen Projekte spielte das Zwischenmenschliche keine Rolle. Experte Zehnder listete nüchtern Plus- und Minuspunkte der verschiedenen Vorschläge auf und machte so die Zuhörer auf die grundsätzlichen Ansätze, wie man einen Bau mit neun Klassenzimmern und Nebenräumen wie Bibliothek und Musikkojen in eine Hanglage legen kann, aufmerksam.

Zwei Zugänge

Die Aufgabe am besten gelöst haben Marion Steiger und Roman Miszkowicz von Steiger Architekten in Baden. Zehnder lobte hier die Ausgewogenheit des ganzen Konzepts. Die Fassade ist mit Klinkermauerwerk vorgesehen, die Fensterproportionen seien «vernünftig».

Das Schulhaus wird von zwei Seiten erschlossen und die verbindende Treppenanlage sei «das Filetstück der Anlage», so der Jurypräsident. «Die einfachen ruhigen Grundrisse», führten dazu, dass das Siegerprojekt bei den Kosten im mittleren Bereich aller Vorschläge lag.

Nach der nun beginnenden Detailplanung soll schon an der Herbstgemeindeversammlung (oder spätestens im nächsten Sommer) über den Baukredit in der Höhe von rund 9 Millionen abgestimmt werden. Spätestens im 2015, spann Vizeammann Dössegger den «ehrgeizigen Zeitplan» weiter, soll das neue Schulhaus in Betrieb genommen werden.