Lenzburg

Neue Tempo-30-Bahnhofstrasse soll 2,25 Millionen Franken kosten

Dank Tempo 30 wird die Fahrbahn schmaler und neben der Strasse gibt es Platz für eine neue Baumreihe.

Dank Tempo 30 wird die Fahrbahn schmaler und neben der Strasse gibt es Platz für eine neue Baumreihe.

Mit der kompletten Sanierung der Lenzburger Bahnhofstrasse soll auch Tempo 30 eingeführt werden. Wann damit begonnen wird, ist noch nicht geklärt.

Die Lenzburger Bahnhofstrasse ist der Weg zum Ziel, entweder will man in die Stadt oder an den Bahnhof. Für Fussgängerinnen ist sie nicht besonders spannend, für Autofahrer eine holprige Angelegenheit. Letzteres soll sich ändern: An seiner Sitzung vom 7. Juli befindet der Lenzburger Einwohnerrat über einen Kredit von 2'250'000 Franken über die Sanierung der Bahnhofstrasse. Die Visualisierung deutet es an: Die Bahnhofstrasse wird geglättet und mit Bäumen aufgefrischt. Was auf die Autofahrer neben einem neuen Belag ebenfalls zukommt: Tempo 30.

Die Bahnhofstrasse ist verglichen mit der Lenzburger Stadtgeschichte relativ jung, sie sei wohl etwa um 1872 erstellt worden, wie der Botschaft des Stadtrats zu entnehmen ist. Im Gegensatz zu ihren Pendants in anderen Städten verpasste sie den Werdegang zur Prunkstrasse und Flaniermeile und fristet ein Dasein als Zubringer zum Bahnhof und den wachsenden Stadtteilen im Westen.

Belag und Untergrund müssen ersetzt werden

Heute rumpeln pro Tag in jede Richtung rund 110 Lastwagen über die Strasse und auch Autofahrer spüren den desolaten Zustand der Strasse. Nach vielen Reparaturen hat der Asphaltbelag vom Aabach bis zur Augustin-Keller-Strasse seine Nutzungsdauer erreicht. Und auch «die Stärke der Fundation ist für das aktuelle Verkehrsaufkommen zu gering und muss grösstenteils ersetzt werden», schreibt der Stadtrat. Auf einer Länge von 355 Metern soll die Strasse erneuert und neu gestaltet werden.

Die Fahrbahn werde gegenüber heute um zirka 8 Zentimeter angehoben. Dank Tempo 30 könne die Fahrbreite schmaler ausfallen, heisst es in der Botschaft. Der gewonnene Platz ermögliche eine neue Reihe von Säulenhainbuchen auf der nördlichen Seite. Der Veloweg zum Bahnhof bleibt, auf einen Veloweg stadtwärts wird verzichtet, «durch die Geschwindigkeitsreduktion erhöht sich auch die Sicherheit für talwärts fahrende Radfahrende». Die Bushaltestellen werden auf beiden Seiten behindertengerecht umgebaut. Dank der neuen Rinnen auf Trottoirhöhe können sich zwei Busse weiterhin kreuzen.

Die Strasse soll neu mit Hängelampen in der Strassenmitte beleuchtet werden. An den Stahlseilen werden auch die Jugendfestflaggen hängen und die bisher provisorisch aufgestellten Holzstangen wären nicht mehr nötig. Die Kosten für die neuen Flaggen sind im Bauprojekt noch nicht einberechnet.

Wann die Sanierung der Bahnhofstrasse durchgeführt wird und wie lange sie dauern wird, ist noch nicht bekannt. Wenn der Einwohnerrat den Kredit über 2,25 Millionen Franken bewilligt, kommt das Grossprojekt an die Urne.

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