Sowohl auf der operativen als auch auf der strategischen Ebene der Stiftung für Behinderte stehen personelle Veränderungen bevor. Da die Jahrgänge von Stiftungsleiter Charly Suter und den beiden Geschäftsführern Fredy Brugger (Lenzburg) und Conrad Lüthy (Oberentfelden) nicht weit auseinanderliegen, wurde die Nachfolgeplanung bereits vor zwei Jahren aufgegleist. Damit sollte ein reibungsloser Übergang sichergestellt und ausserdem vermieden werden, dass alle drei gleichzeitig ersetzt werden müssen.

Die erste Veränderung betrifft jedoch die strategische Ebene: Per 30. September 2014 Matthias Becker als Stiftungsratspräsident zurück. Der Rücktritt erfolgt nicht überraschend; Matthias Becker hat die Absicht, sich zurückzuziehen, schon vor längerer Zeit bekannt gegeben.

Matthias Becker hat die Geschicke der Institution während 12 Jahren geleitet. In seine Amtszeit fielen der Werkstattneubau in Lenzburg, die Sanierung des Wohnhauses in Staufen, der Anbau der Balkone am Wohnhaus Oberentfelden sowie die Einführung der Funktionalen Gesundheit und diverse Zertifizierungen.

Nachfolgerin Sabine Sutter-Suter

Nachfolgerin von Matthias Becker wird per 1. Oktober 2014 Sabine Sutter-Suter aus Lenzburg. Sie gehört dem Stiftungsrat seit Beginn dieses Jahres an und hatte so Gelegenheit, sich in ihr neues Amt einzuarbeiten. Sabine Sutter-Suter ist Einwohnerrätin und Präsidentin von familie+, ausgebildet in Business Administration und diplomierte Wirtschaftsinformatikerin FH mit eigenem Büro in Lenzburg. «Menschen liegen mir am Herzen», begründet sie ihren Entscheid, das Präsidium des Stiftungsrates zu übernehmen. Ihr zur Seite steht als Vizepräsident der Rechtsanwalt Jürg Walti.

Vorzeitig in Pension

Auf der operativen Ebene ist es Stiftungsleiter Charly Suter, der als erster vorzeitig in Pension geht. Charly Suter gehört der operativen Leitung der Stiftung für Behinderte seit 1. August 2000 an. Bis 31. Juli 2003 war er Geschäftsführer im Geschäftsgebiet Lenzburg, ab 1. August übernahm er die Verantwortung als Stiftungsleiter der gesamten Stiftung mit Standorten in Lenzburg/Staufen und Oberentfelden.

In seiner Amtszeit hat die Stiftung für Behinderte dank dem neuen Logo und dem professionellen Auftritt ein neues Gesicht erhalten. Charly Suter tritt per 28. Februar 2015 zurück.

Für die Wahl seines Nachfolgers wurde ein vierköpfiges Evaluationsgremium gebildet, bestehend aus Stiftungsratspräsident Matthias Becker, alt Regierungsrat Peter C. Beyeler, Fritz Wirz, Othmarsingen, und Kurt Wernli, Biberstein. Aus den 87 eingegangenen Bewerbungen kamen acht in die engere Wahl, von denen vier einem externen Assessment für eine vertiefte Prüfung unterzogen wurden.

Gewählt wurde Martin Bhend

Der Stiftungsrat wählte schliesslich Martin Bhend aus Oftringen zum Nachfolger von Charly Suter als Stiftungsleiter. «Er bringt alle Voraussetzungen mit, die es für diese Funktion braucht: Erfahrung in der Betriebsleitung, als langjähriger Gemeindeammann von Oftringen eine gute regionale Vernetzung und als ehemaliger Grossrat gute Kontakte zum Kanton», fasst Matthias Becker zusammen. «Ich freue mich, in eine florierende, gut funktionierende Stiftung eintreten zu können», sagt Martin Bhend. Das Umfeld sei sehr spannend – «nicht nur soziale Institution, sondern auch Wirtschaftsfaktor». Der Betriebswirtschafter besitzt als ehemaliger Maschinenmechaniker und Lokomotivführer nach eigenen Aussagen auch «Bodenkontakt mit dem Handwerk» – beste Voraussetzungen also für die Leitung eines Unternehmens, in dem behinderte Menschen nicht nur wohnen, sondern auch arbeiten, sich weiterbilden und ihre Freizeit geniessen.

Martin Bhend wird sich im Dezember und Januar mit einem 50- und im Februar mit einem 100-Prozent-Pensum einarbeiten, bevor er ab 1. März 2015 die Nachfolge von Charly Suter antritt.