Hunzenschwil
Neue Pläne für die Ortsdurchfahrt Transitstrasse – mit früherem Baustart

Die Projektierung für die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt wird vorzeitig gestartet. Zudem befindet die Gmeind über einen personellen Abbau bei der Schulpflege

Ruth Steiner
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Die Fahrt durch das Dorf Hunzenschwil soll im Rahmen des Agglomerationsprogramms Aargau-Ost 2 aufgewertet werden. Sandra Ardizzone

Die Fahrt durch das Dorf Hunzenschwil soll im Rahmen des Agglomerationsprogramms Aargau-Ost 2 aufgewertet werden. Sandra Ardizzone

Sandra Ardizzone

An der Wintergmeind im November 2015 musste Hunzenschwil angesichts der hohen Investitionen den Steuerfuss um 10 Prozent erhöhen. Obwohl 2017 die Verschuldung vor allem wegen der Schulhausbauten nochmals um rund 5,5 Millionen Franken zunimmt, bleibt der Steuerfuss unverändert bei 105 Prozent.

Längerfristig rechnet man nämlich wieder mit einer Erholung der Gemeindefinanzen. «Pro Einwohner dürfte die Verschuldung 2018 mit gegen 3900 Franken den Höchststand erreichen und danach wieder kontinuierlich sinken», schreibt der Gemeinderat in der Vorlage zum Budget 2017. Dieses schliesst beim operativen Ergebnis mit einem minimen Plus von 28 900 Franken ab.

Strassenprojekt vorverlegt

Die Gemeindeversammlung von morgen Freitag hat über fünf Kreditbegehren zu befinden: 260 000 Franken als Projektierungskredit für die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt, welche Teil des Agglomerationsprogramms Aargau-Ost 2 ist. Der ursprüngliche Plan sah einen Projektstart im Jahr 2018 vor. Im Mai hat sich das Kantonale Baudepartement umentschieden und will das Strassenprojekt zwei Jahre früher in Angriff nehmen. Die Kosten für die Projektierung betragen 490 000 Franken. Der Kanton bezahlt 47 Prozent daran.

Im Umfeld des Sportplatzes an der Stangengasse soll die Verkehrssituation verbessert werden. Für die Fussgänger, die heute zwischen der Strasse und den parkierten Autos zirkulieren, wird ab dem Fussgängerstreifen bei der Schreinerei Häfliger bis zur neuen Bushaltestelle bei der Turnhalle ein Trottoir gebaut. Der Regionalbushalt bei der Turnhalle wird in Form einer behindertengerechten Busbucht realisiert. Der nötige Kreditbedarf beträgt 230 000 Franken.

Für 360 000 Franken soll das bestehende blaue Schulhaus aus dem Jahr 1974 den heutigen pädagogischen Bedürfnissen entsprechend räumlich angepasst werden.

295 000 Franken beantragt der Gemeinderat für die Anpassung der Hochwasserentlastungen. Im Rahmen der generellen Entwässerungsplanung 2006/2009 war das Regenentlastungsnetz geprüft worden. Bei einem periodischen Check anlässlich der generellen Entwässerungsplanung hat der Kanton nun beanstandet, dass die damals festgestellten Mängel noch nicht behoben wurden.

Ebenfalls ums Wasser geht es bei der fünften Kreditvorlage. Verschiedentlich fliesst Wasser aus Brunnen im Dorf in die Abwasserreinigungsanlage, was deren Betriebskosten unnötig erhöht. Dort, wo das Wasser nicht direkt zum Versickern gebracht werden kann, sollen nun Sickerschächte erstellt werden. Dafür werden 130 000 Franken aufgewendet.

Schulpflege verkleinern

Die bestehende Gemeindeordnung sieht vor, dass die Schulpflege der Gemeinde Hunzenschwil aus fünf Mitgliedern zu bestehen hat. Der Gemeinderat beantragt, im Sinne und auf Antrag der Schulpflege, die Schulbehörde nun um zwei Mitglieder auf nunmehr drei zu reduzieren. Für dieses Begehren führt er mehrere Gründe an. Unter anderem, dass sich im Verlaufe der letzten Jahre das Schulsystem mit der Einführung der Schulleitung, der Schulsozialarbeit und eines Schulsekretariats stark verändert habe. Das habe Auswirkung auf die Schulbehörde. Eine kleine Behörde sei schneller und effizienter handlungsfähig, was für die Arbeit der Schulleitung wichtig sei, schreibt der Gemeinderat in der Vorlage.