Meisterschwanden-Fahrwangen

Neue Pfarrerin überzeugte mit einer frischer Predigt am ersten Gottesdienst

Nica Spreng spricht den Segen für die Gemeinde. Ihr zur Seite stehen Andreas Müller, Jonas Marti und Philipp Nanz (von links).

Nica Spreng spricht den Segen für die Gemeinde. Ihr zur Seite stehen Andreas Müller, Jonas Marti und Philipp Nanz (von links).

Seit dem 1. Oktober hat die reformierte Kirchgemeinde Meisterschwanden-Fahrwangen eine neue Pfarrerin: Nica Spreng. Sie begeisterte bei der Amtseinsetzung mit Lebensnähe

Die 38-Jährige Pfarrerin Nica Spreng kommt aus dem Bernbiet und wurde in einem Berufungsverfahren für die neu geschaffene 50-Prozent-Stelle ausgewählt.

In ihrer ersten Predigt am Installationsgottesdienstes fand Nica Spreng mit ihrer frischen, offenen Art bereits den Weg in die Herzen der Kirchgemeindeglieder. In sympathischem Berndeutsch sprach sie von den Hoffnungen und Erwartungen, die in eine neue Pfarrerin gesetzt werden. «Dynamisch, jung, mit viel Erfahrung» sollte sie sein und «Predigten in der richtigen Länge halten», erklärte Spreng mit einem Augenzwinkern und brachte damit die Gottesdienstbesucher zum Schmunzeln.

Gemeindepfarrer Philipp Nanz, der gleichzeitig Leiter des Dekanats Lenzburg ist, setzte Nica Spreng in ihr Amt ein und nahm ihr das Gelübde ab. Er habe bereits in der Gemeindeferienwoche mit Spreng zusammenarbeiten können, erklärte Nanz. «Das war eine bereichernde und inspirierende Zeit.»

Vielfältige Erfahrungen

Das Theologiestudium absolvierte Nica Spreng in Bern als Werkstudentin. «Es war mir immer wichtig, in der Arbeitswelt zu stehen», meinte sie dazu. Nach Auslandaufenthalten, bei welchen sie sich vor allem für die fremden Kulturen und die Ansichten der andern Menschen interessierte, arbeitete Spreng in zwei verschiedenen Kirchgemeinden im Kanton Bern als Stellvertretende Pfarrerin. Ausserdem hat sie sich zum Coach weitergebildet (siehe Box).

In Meisterschwanden-Fahrwangen wird die neue Pfarrerin Gottesdienste leiten und dabei auch Taufen, Hochzeiten sowie Beerdigungen gestalten. Daneben wird die Erwachsenenbildung einen Teil ihrer Zeit einnehmen, ebenso die Betreuung von Mitarbeitenden und Freiwilligen.

Gut angekommen im Seetal

Wichtig bei ihrer Arbeit in der Pfarrei ist Nica Spreng, dass sich die Kirche der Welt und der Gesellschaft stellt. «Die Kirche muss gesellschaftsrelevant sein», erklärte sie. «Der Glaube ist alltagstauglich, und nicht abgehoben.» Sie möchte deshalb lösungsorientierte Ansätze finden, um den Menschen bei Herausforderungen zu helfen.

Der Bernerin gefällt es sehr gut am Hallwilersee. «Die Landschaft ist schön; die Leute sind offen und sympathisch.» Ziele für ihre Arbeit in der Kirchgemeinde hat sich Nica Spreng bewusst noch nicht gesetzt. «Ich möchte zuerst ankommen, schauen, was da ist, und dann gestalten.»

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