Wildegg

Neue «ÖV-Drehscheibe» mit Bushof und neuer Fussgängerunterführung für 5,2 Millionen Franken

Blick auf den Bahnhof Wildegg. Ab 2022 soll er umgestaltet und ausgebaut werden.

Blick auf den Bahnhof Wildegg. Ab 2022 soll er umgestaltet und ausgebaut werden.

Der Bahnhof Wildegg soll neu gestaltet und zur regionalen «ÖV-Drehscheibe» ausgebaut werden.

Seit dieser Woche liegt auf der Gemeinde der Entwurf Gestaltungsplan «Bahnhof Wildegg Ost-Teilperimeter Mitte» auf. Das mehrteilige Dokument verrät, wie der neugestaltete Bahnhof aussehen könnte. Der neue Bahnhof hat dabei zwei Meistern zu gehorchen: zum einen den Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes und der revidierten Nutzungsplanung der Gemeinde Möriken-Wildegg zum andern.

2013 haben die Planungen begonnen, der Bahnhof wird komplett neu gestaltet: Perron- und Gleisanlagen werden erneuert sowie die bestehende Personenunterführung durch eine neue mit behindertengerechten Rampen ersetzt. Der Bahnhofsbereich wird von drei Teilperimetern definiert, der momentan aufliegende ist der Teilperimeter Mitte mit Busbahnhof und dem Platz vor dem Bahnhofsgebäude. In den folgenden Teilperimetern Nord und Süd ist die verdichtete Bebauung vorgesehen. Im Teilperimeter Süd wird zudem durch die SBB eine Park&Rail-Anlage sowie zusätzliche Veloabstellplätze geplant.

Der Bahnhof Wildegg wird zur «ÖV-Drehscheibe» mit Bushof und Bahnzugängen. Künftig sollen Busse auf der Ost- sowie auf der Westseite zufahren und halten können. Auf der Ostseite sieht der Gestaltungsplan zwei Buskanten und einen Standplatz für drei Gelenkbusse vor. Dazu zehn Parkfelder für Autos. Auf der Westseite soll es zwei Kanten (20 Meter und 12 Meter) für zwei Gelenkbusse geben.

Doch auch das Grüne und vor allem der Blick dahin soll mit der Umgestaltung des Bahnhofs bewahrt werden. «Im Teilperimeter Mitte werden zwei voneinander deutlich unterscheidbare Bereiche gestaltet», heisst es im Gestaltungsplan. Es werde bewusst auf eine zusätzliche Überbauung im Teilperimeter Mitte verzichtet, damit die Sicht Richtung Auenlandschaft im Westen entlang der Aare möglichst offenbleibt. Auf der Fläche vor dem historischen Bahnhofsgebäude gibt es einen Platz mit Bäumen, der unter anderem für ein Gartenrestaurant genutzt werden könnte.

Laut Gestaltungsplan die grössten Änderungen sind der neue Bushof und die Aufhebung der Poststrasse. «Um eine verdichtete Überbauung zu ermöglichen, hat sich in der städtebaulichen Planung gezeigt, dass die Poststrasse im Abschnitt Jurastrasse–Bahnhofplatz aufzuheben ist», steht im Gestaltungsplan. Der Bahnhof Ost wird zweigeteilt in einen Busbahnhof vor der Personenunterführung und einen Platz mit Bäumen vor dem Bahnhofsgebäude. Dort steht heute der Kiosk. Für diesen schlägt der Gestaltungsplan entweder den Umzug in den linken Seitenflügel des Gebäudes vor. Oder eine Mittelinsel auf dem neuen Platz. Auch für das WC-Häuschen sei ein Ersatzneubau möglich. Der Busbahnhof auf der Ostseite wird als eine Erweiterung der Talstrasse realisiert. Auch hier sollen Bäume gepflanzt werden.

Die Kosten für das Gesamtprojekt werden auf 5,2 Millionen Franken geschätzt. Unmittelbar nach der Stellungnahme der kantonalen Behörde soll das Bauprojekt erarbeitet werden. Der Entwurf Gestaltungsplan liegt noch bis zum 3. März auf. Die Gemeinde sieht vor, den Baukredit der Gemeindeversammlung im Frühling 2021 vorzulegen, damit ab 2022 mit den Arbeiten begonnen werden kann.

Informationsabende: 11. und 13. Februar, 18.30 bis 20 Uhr, Gemeindesaal Möriken.

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