Staufen
Neue Heizzentrale im Staufner Mega-Quartier versorgt 380 Wohnungen

In diesen Tagen beziehen die ersten von rund 1000 Neuzuzügern das Mega-Quartier Esterli-Flöösch in Staufen. 380 der 500 Wohnungen beziehen Wärme aus einer gemeinsamen Heizzentrale.

Pascal Meier
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Im Westen von Staufen entstehen rund 500 Wohnungen.

Im Westen von Staufen entstehen rund 500 Wohnungen.

Pascal Meier

Im Staufner Gemeindehaus geht es in diesen Tagen zu und her wie in einem Taubenschlag. Neuzuzüger stehen mit ihren Dokumenten Schlange vor der Einwohnerkontrolle. Die Bauarbeiten im Mega-Quartier Esterli-Flöösch zwischen Staufberg, Fünflinden und Kiesgrube sind so weit fortgeschritten, dass seit Anfang Oktober die ersten Mieter einziehen können.

Insgesamt rund 500 Wohnungen sowie Gewerberäume werden in den nächsten Jahren im 120 000 Quadratmeter grossen Gebiet im Westen von Staufen entstehen. Der Gemeinderat rechnet mit total rund 1000 neuen Einwohnern – die Bevölkerung Staufens wächst damit innert kurzer Zeit um einen Drittel.

Die Heizzentrale wird unterirdisch gebaut

Die Heizzentrale wird unterirdisch gebaut

Pascal Meier

380 der 500 neuen Wohnungen beziehen Wärme von einer gemeinsamen Heizzentrale der AEW Energie AG. Am Donnerstagabend wurde der Grundstein gelegt – obwohl der Rohbau inklusive dem obligaten Tannli bereits stehen. «Wir sind aus Zeitgründen nicht dazugekommen, die Grundsteinlegung zu feiern», sagte Stefan Furger, Projektleiter des Wärmeverbundes. «Das Projekt hat sich mehrmals verzögert.» Grund seien unter anderem die regen Bautätigkeiten rund um die unterirdische Heizzentrale, für welche die AEW Energie AG 1,8 Millionen Franken investiert.

Holzschnitzel sind Hauptquelle

Die Heizzentrale versorgt die am Wärmenetz angeschlossenen 380 Wohnungen über das ganze Jahr mit umweltfreundlich erzeugter Energie für die Heizung und Wassererwärmung. Den notwendigen Energiebedarf decken zu 82 Prozent Holzschnitzel aus der Region. Für den Sommerbetrieb und bei Revisionen des Holzheizkessels wird Wärme von einem Gas-Kondensations-Heizkessel erzeugt.

Mit dem neuen Staufner Wärmeverbund können laut AEW jährlich rund 1900 MWh an fossiler Energie und damit rund 5500 Tonnen CO2 eingespart werden.

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