«Papillon»: Der Name kommt nicht von ungefähr. Ausgebreiteten Schmetterlings-Flügeln gleich wird das neue Alters- und Pflegeheim Länzerthus auf das winkelförmige Grundstück gestellt, welches östlich an das heutige Altersheim grenzt.

«Papillon» hatten Niedermann Sigg Schwendener Architekten AG Zürich das Projekt getauft, das vor Jahresfrist als Sieger aus dem Architektur-Wettbewerb hervorgegangen war.

Bürgschaft der Partnergemeinden

«Vergangene Woche wurden die Arbeiten für das Vorprojekt abgeschlossen. Bis im August wird die Baueingabe vorbereitet», sagt Roland Huggler, Leiter Projektgruppe Neubau. Auf «rund 46 Millionen Franken» schätzt Nicole Sehringer Bucher, Präsidentin des Alters- und Pflegeheims Länzerthus, im heutigen Zeitpunkt die Kosten für das gesamte Bauprojekt.

In dem Betrag sind die Aufwendungen für Neubau und Sanierung des bestehenden Hauses Stockert enthalten. Den genauen Betrag kann Sehringer nicht beziffern, da die Projektdetails inklusive Materialisierung noch nicht definitiv festgelegt seien.

Abweichungen von 10 bis 15 Prozent seien deshalb möglich. «Wir wissen beispielsweise derzeit noch nicht abschliessend, mit welchem Material die Glas-Fassade abgeschlossen werden soll», bringt Huggler als Beispiel an.

«Die Finanzierung des Projekts erfolgt aus eigenen Kräften», betont Präsidentin Sehringer. Die Aktionäre, die Gemeinden Rupperswil, Hunzenschwil, Schafisheim und Auenstein, leisten je nach Aktienanteil eine einfache Bürgschaft von insgesamt 8 Millionen Franken – vorausgesetzt, die Beträge werden an den jeweiligen Sommergmeinden bewilligt.

Damit will man die Finanzierungs-Verhandlungen mit den Banken begünstigen.

Land konnte abgetauscht werden

«Wir sind dankbar, dass wir auf die grüne Wiese bauen können und für unsere Senioren keine teuren Zwischenlösungen suchen müssen», zeigt sich Sehringer zufrieden. Der Neubau in der direkten Nachbarschaft kommt dank eines Landabtausches zustande.

Im Steinäcker besass das «Länzerthus» eine Landparzelle, die dem Altersheim einmal als Legat zugegangen war. Diese konnte mit einem Bauunternehmer gegen das rund 4000 Quadratmeter grosse Grundstück in der Nachbarschaft eingehandelt werden.

Das heutige Haus Stockert wird saniert. Hier soll das Angebot an Ferienzimmern von heute 2 auf 24 erweitert werden. Bedarf sei vorhanden, sagt Geschäftsführerin Therese Rickenbacher. Sei es zur Entlastung der Betreuungspersonen daheim oder als Zwischenstation und zur Erholung vom Spital nach Hause.

Gemeinsames Essen und Wohnen

Den Bewohnern das Gefühl einer Grossfamilie vermitteln, einen Ort schaffen, an dem man sich zu Hause fühlen kann, das wollen die «Länzerthus»-Verantwortlichen mit dem «Schmetterling» erreichen.

«Die Bewohner der drei oberen Etagen treffen sich auf jeder Station zu den Mahlzeiten im gemeinsamen Essraum, soziale Kontakte ermöglicht zudem das gemeinsame Wohnzimmer», erklärt Rickenbacher das Raumkonzept.

Der zweiarmige Neubau wird viergeschossig gebaut und mit einer Demenzstation mit 15 Betten und drei Abteilungen mit betreutem Wohnen für je 27 Personen ausgestattet. Ein neues Zuhause für 96 pflegebedürftige Senioren also.

Mit einem öffentlich zugänglichen Restaurant wird eine direkte Verbindung zwischen dem bisherigen und dem neuen Gebäude geschaffen.

Der Spatenstich ist auf Frühling 2015 geplant, zweieinhalb Jahre später packen die Bewohner ihre Sachen zusammen und zügeln ins neue Daheim. Das sieht der Zeitplan vor.

Das Haus Länzert wird anschliessend abgerissen. Präsidentin Sehringer spricht von einem Zeithorizont von bis zu acht Jahren und schliesst damit eine Zwischennutzung nicht aus.