Gesamtlösung
Nach Vollbrand: Lenzburg will über 10 Millionen in drei Werkhöfe investieren

Der abgebrannte Forstwerkhof wird am alten Standort wieder aufgebaut. Und die Werkhöfe von SWL und Stadtbauamt werden saniert und erweitert.

Urs Helbling
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Der Forst-Werkhof wurde im Juni 2017 komplett zerstört.

Der Forst-Werkhof wurde im Juni 2017 komplett zerstört.

Pascal Meier

Auch wenn noch nicht klar ist, wer letztendlich baut und wer die finanziellen Mittel bereitstellen wird, steht doch fest: In Lenzburg wird in den nächsten Jahren ein zweistelliger Millionenbetrag in drei Werkhöfe investiert. Der Stadtrat hat zusammen mit der Forstkommission Lenzia einen entsprechenden Grundsatzbeschluss gefällt – auf Antrag der Task Force, die im Nachgang des Brandes des Forstwerkhofes im Juni 2017 eingesetzt worden ist (Brandursache war ein technischer Defekt in einem Elektrotableau).

Der Bau des zwischenzeitlich zerstörten Forstwerkhofs hatte vor zehn Jahren 1,84 Millionen Franken gekostet. Bauherr war die Ortsbürgergemeinde, die das Gebäude an die Forstdienste Lenzia vermietete. Es ist wahrscheinlich, dass dies auch jetzt wieder der Fall sein wird. Die Ortsbürgergemeindeversammlung müsste einen entsprechenden Kredit genehmigen. Bis der neue Bau am alten Ort steht, wird der Werkhof auf das Zeughausareal in die AGF-Halle (bisher Stapferhaus) verlegt. Dafür sind kleine Umbauten für einige zehntausend Franken notwendig. Bezug soll im Dezember oder Januar sein. Die Zwischenlösung dürfte rund drei Jahre benötigt werden.

Im Rahmen der Abklärungen über den Forstwerkhof hat sich herausgestellt, dass es sinnvoll ist, die Planung auf das gesamte Werkhof-Areal auszudehnen. Konkret auf die Werkhöfe der SWL Energie AG und des Stadtbauamtes, die beide der Stadt gehören (die SWL ist eingemietet). Damit ist die Idee der Verlegung der SWL an den Stadtrand Lenzburg/Staufen vom Tisch.

Für das Bauamt und die SWL werden die bestehenden Bauten saniert und «mit weiteren Gebäuden ergänzt», wie der Stadtrat schreibt. Es ist von Investitionen in der Grössenordnung von 10 Millionen Franken auszugehen. Ob die SWL reine Mieterin bleibt oder sich an den Kosten beteiligt, wird derzeit verhandelt. Die Stadt nimmt das Projekt in die Finanzplanung 2019 bis 2023 auf. Weitere Infos wird es im September geben.