Er war eine schillernde Figur der Aargauer Sozialdemokraten: Der Lenzburger Anwalt Martin Brauen gehörte ab 1989 für zwei Legislaturperioden dem Grossen Rat an. Von 1991 bis im Frühling 2004 war er Bankrat der aargauischen Kantonalbank (AKB). Kurz bevor er seinen Rücktritt bekannt gab, hatte er gar Ambitionen auf das Präsidium. Geleitet hat Brauen den Aargauischen Mieterverband und den Verband der Kantonspolizisten. Letzteres zehn Jahre lang bis 2006.

Brauens Versuch, in Lenzburg Stadtrat zu werden, scheiterte 1997. Er war aber stets eine stadtbekannte Figur – auch weil er 2009 einen Bubentraum verwirklichte und die Bar «Isegass» eröffnete. 2013 zog er sich «aus gesundheitlichen und wirtschaftlichen Gründen» vom aktiven Geschäft zurück.

Es wurde ruhiger um ihn. Während ihm in einer ersten Phase des Lebens sehr viel gelungen war, missriet ihm jetzt einiges. Im Sommer 2013 wurde gegen Martin Brauen ein Berufsverbot als Rechtsanwalt ausgesprochen.

Nun ist Martin Brauen im 73. Altersjahr gestorben – in der letzten März-Woche, wie erst jetzt bekannt wurde. Er befand sich im Spital. Nach einem Sturz mit dem Velo bei Gstaad BE. (uhg)