Bei Hero nannten sie ihn «Schumi» – wegen seines Aussehens. Und für viele Lenzburger war es keine Liebe auf den ersten Blick, als Stefan Heidenreich (damals 34 Jahre alt) im Herbst 1996 im Gefolge des Besitzerwechsels als Chef des Schweizer Geschäfts kam. Der Norddeutsche, der stets im Kanton Zug wohnte, hatte es nicht immer einfach. Doch man begann ihn wegen seiner Leistung zu achten.

2002 wurde er Chef des ganzen Hero-Konzerns. Und als im Frühling 2011 bekannt wurde, er verlasse das Unternehmen, war weitherum Bedauern zu spüren. Entsprechend gross ist das Interesse an seiner weiteren Karriere. Stefan Heidenreich schaffte es in seiner alten Heimat Deutschland ganz nach oben.

Er wurde im Frühling 2012 oberster Chef des Nivea-Konzerns Beiersdorf. Ein Job mit mindestens drei Millionen Euro Jahreseinkommen, wie die Zeitung «Die Welt» schrieb. Beim Kosmetikriesen hat Heidenreich seine Sache gut gemacht. 2014 wurde sein Vertrag um fünf Jahre verlängert.

Doch mittlerweile scheint der Wind gedreht zu haben, wie die in solchen Dingen üblicherweise bestens orientierte «Lebensmittel-Zeitung» schreibt: Bei Beiersdorf neige sich die Ära von CEO Stefan Heidenreich dem Ende zu. Mitglieder des Aufsichtsrats hielten es für wahrscheinlich, dass der Manager das Unternehmen schon vor Ablauf seines Vertrages Ende 2019 verlasse. (uhg)