Die Geschichte ist schnell erzählt: Der FC Lenzburg steigt letzte Saison in die 2. Liga interregional auf. Bei der Feier im Zürcher Club Mascotte fliesst der Alkohol in Strömen. Mit dabei ist auch die Club-Masseurin (41). 

Nachdem das Mascotte schliesst wird noch vor einem nahegelegnen Parkhaus weitergefeiert. Dabei kommt es zu einem intimen Kontakt zwischen der Masseurin und einem Spieler. Die restlichen Fussballer schauen zu, feuern die beiden an. Jemand filmt, wie die Masseurin den Spieler mit der Hand befriedigt. 

Das Video macht unter den Spielern die Runde, bis schliesslich der Clubpräsident Wind von der Sache bekommt. 

Nun ist die Masseurin ihren Job los – die Spieler wurden intern sanktioniert.

Im Interview mit dem TV-Sender «TeleM1» spricht der Co-Präsident des Vereins, Philipp Isler, von «fehlendem Vertrauen». Isler: «Diverse Spieler, welche nicht in diesen Vorfall involviert waren, haben klar signalisiert, dass das Vertrauen für eine weitere Zusammenarbeit fehlt.»

Für die Frau ist klar: «Ich bin hier der Sündenbock», sagt sie gegenüber «Blick». Auch stellt sie die Vermutung an, dass ihr jemand Drogen in ihr Getränk getan habe. «Ich habe einen totalen Filmriss und weiss von dem ganzen Vorfall nichts mehr. Und das obwohl ich nur zwei Getränke hatte.»

Auf Anfrage von «TeleM1» bei verschiedenen Rechtsanwälten bestehe für die Frau eventuell Möglichkeiten zur Klage. Es stellt sich die Frage, ob ausreichende Gründe für eine fristlose Kündigung gegeben sind und ob mit dem Verteilen des Videos unter den Spielern Persönlichkeitsrechte verletzt wurden. (rhe)