Rupperswil
Nach Schliessung der Demenzabteilung: Der öffentliche «Länzerthus»-Park wird abgespeckt

Der Verwaltungsrat der Alters- und Pflegeheim Länzerthus AG hat die Reissleine gezogen und das Park-Projekt abgespeckt. Die neue Version soll rund 220'000 Franken weniger kosten

Ruth Steiner
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Nach der Schliessung der Demenzabteilung wird nun auch beim Länzerthus-Park gespart.

Nach der Schliessung der Demenzabteilung wird nun auch beim Länzerthus-Park gespart.

Markus Christen

Die Vorfälle rund um das Alters- und Pflegeheim Länzerthus mit der angekündigten Schliessung der Demenzabteilung vor wenigen Wochen haben Konsequenzen für den geplanten öffentlichen Park. Die 5300 Quadratmeter grosse Anlage, die zu einer öffentlichen Begegnungszone von «Länzerthus»-Bewohnern, deren Angehörigen und der Bevölkerung und damit zu einem Hotspot im Dorf hätte werden sollen, wird nicht in der vorgesehenen Form realisiert.

Der Verwaltungsrat der Alters- und Pflegeheim Länzerthus AG hat die Reissleine gezogen und das Projekt abgespeckt. Die neue Version soll rund 220'000 Franken weniger kosten, sagt Roland Huggler. Der VR-Vizepräsident und Schofiser Ammann hatte nach dem sofortigen Rücktritt von Verwaltungsratspräsidentin Nicole Sehringer Bucher Anfang Monat interimistisch das VR-Präsidium übernommen.

Sparhebel überall angesetzt

Weshalb die Kostenersparnis für die Gesamtinvestition von 3,4 Millionen Franken nicht höher ausfällt, erklärt Huggler so: «Die grössten Kostenblöcke sind Abriss und Rückbau von Gebäuden und nicht der Bau des Parks. Aktuell werden das alte Haus Länzert und das ehemalige Personalhaus abgerissen. Ebenfalls nicht mehr benötigt wird der unterirdische Verbindungsgang zwischen den beiden wegfallenden Gebäuden sowie ein grosser alter Heizöltank.» Die Grube, die mit diesen Arbeiten entsteht, wird anschliessend mit Wandkies und Humus aufgeschüttet. Ob’s schlussendlich bei einer grünen Wiese bleiben wird, entscheidet sich in den kommenden Wochen. Der Verwaltungsrat hat den Landschaftsarchitekten mit der Überarbeitung des Projekts beauftragt. Bis Ende Monat soll es vorliegen. Erst dann steht definitiv fest, welche Anlagen dem Spardruck zum Opfer fallen werden. Für die redimensionierte Parkanlage braucht es anschliessend ein neues Baugesuch.

Nicht nur beim Park – der Verwaltungsrat hat den Sparhebel überall angesetzt. «Die internen Strukturen werden derzeit überprüft», sagt Huggler. Gleichzeitig betont er, dass mit der Schliessung der Demenzabteilung nicht allen zehn Mitarbeitenden gekündigt werden musste, die Hälfte wird im Betrieb weiterbeschäftigt.