Dürrenäsch

Nach Reklamationen aus der Bevölkerung: Gemeinde liess frisch saniertes Schulhaus umstreichen

«Auch ich finde den neuen Farbton schöner», erklärt Frau Gemeindeammann Andrea Kuzma vor dem Schulhaus.

«Auch ich finde den neuen Farbton schöner», erklärt Frau Gemeindeammann Andrea Kuzma vor dem Schulhaus.

Dürrenäsch hat seinem Schulhaus ein helleres Grau verpasst, weil es Kritik aus der Bevölkerung gegeben hatte. Trotz der Sanierung fehlt es der Gemeinde an Schulraum.

Ein helles Grau ziert die Aussenfassade des Schulhauses in Dürrenäsch. Das Gebäude ist nicht mehr das jüngste, 1828 wurde es erbaut. Seit dem letzten Oktober wird es komplett saniert. In wenigen Wochen soll die Sanierung abgeschlossen sein. Ende September ist Zügeltermin.

Die Farbe der Fassade gab im Dorf viel zu reden. «Die Baukommission ‹Schulraum+› sowie der Gemeinderat hatten sich zuerst für ein dunkleres Grau entschieden», sagt Andrea Kuzma, Frau Gemeindeammann von Dürrenäsch.

, sagt sie. Daraufhin wurden die Kritiker zu einem Gespräch eingeladen und nach Rücksprache mit der Baukommission «Schulraum+» und dem Gemeinderat entschied man, die Fassade nochmals in einem helleren Grauton zu streichen. «Wir hatten uns bewusst für Grau entschieden und hatten auch ein Konzept, im Nachhinein war die Farbwahl der Fassade aber klar zu dunkel», so Kuzma. «Der jetzige Farbton gefällt zum Glück den meisten, auch ich finde ihn noch schöner.»

Jetzt wird gezügelt und dann beginnt der Hallen-Neubau

Bereits nach den Herbstferien sollen die Schülerinnen und Schüler die Klassenzimmer im sanierten Schulhaus beziehen können. Das letzte Jahr verbrachten sie in Provisorien direkt hinter dem Schulhaus. «Da war sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch für die Lehrpersonen eine grosse Herausforderung, die sie aber hervorragend gemeistert haben», so Kuzma.

Mit der Fertigstellung der Sanierung beginnt auch schon der nächste Teil des Projektes «Schulraum +», der Neubau der Mehrzweckhalle. Die Rückbauarbeiten der heutigen Turnhalle sollen nach den Herbstferien beginnen. «Da wir noch Schulräume in der Turnhalle untergebracht hatten, konnten die Arbeiten nicht überlappend ausgeführt werden», sagt Kuzma.

In rund zwei Jahren soll die neue Mehrzweckhalle stehen. Die Sanierung der Schule und der Neubau der Mehrzweckhalle kosten Dürrenäsch 11,9 Millionen Franken (inklusive Projektierungskredit). Um das Projekt finanziell stemmen zu können, erhöhte die Gemeinde ihren Steuerfuss im vergangenen Jahr um zehn Prozent auf neu 105 Prozent.

«Wir haben nach wie vor zu wenig Schulraum»

Obwohl die Sanierungsarbeiten beim Schulhaus auch trotz Corona abgesehen von wenigen Einschränkungen nach Plan verliefen, bleibt ein Problem bestehen. «Wir haben nach wie vor zu wenig Schulraum», sagt Andrea Kuzma. Dies unter anderem auch, weil beim Projekt auf den Einbezug des Beck-Bertschi-Hauses verzichtet wurde. Dieses war im seinerzeitigen Projektierungskredit «Schulraum+» und dem daraus durchgeführten Gesamtleistungswettbewerb zwar mitberücksichtigt, aus Kostengründen entschied sich der Gemeinderat jedoch, dass Gebäude vorerst nicht für schulische Zwecke zu nutzen. Momentan werden im Haus Kulturgüter gelagert.

Derzeit prüft der Gemeinderat verschiedene Lösungsansätze betreffend des fehlenden Schulraums. «Es ist aber noch nichts spruchreif», sagt Kuzma. Zudem wird derzeit eine mögliche Zusammenarbeit mit der Schule Leutwil geprüft. «Im Herbst werden sich die Schulpflegen der beiden Gemeinden sowie auch die beiden für das Ressort und Bildung verantwortlichen Gemeinderäte treffen», sagt Kuzma. Möglich wäre es zum Beispiel, Klassen zusammenzulegen, Lehrpersonen, die in beiden Schulen unterrichten, oder auch das Austauschen von Schulklassen. «Es würde sicherlich Sinn machen, die gemeinsamen Synergien zu nutzen», so Frau Gemeindeammann Kuzma.

Verlässt Leutwil den Schulverbund «Drüwil»?

Konkrete Pläne bestehen derzeit noch nicht. Ziel der Umsetzung ist derzeit das Schuljahr 22/23. Eine etwaige Zusammenarbeit müsste zuvor jedoch von beiden Gemeinden und dem jeweiligen Souverän bewilligt werden. Leutwil ist derzeit Mitglied im Schulverbund «Drüwil» (Bonsiwil, Hallwil und Leutwil). Bei einer allfälligen Zusammenarbeit mit Dürrenäsch müsste die Gemeinde zuerst aus dem Schulverbund austreten.

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