Ammerswil

Nach Pilzbefall: Nur die besten Eschen haben überlebt

Forstwarte Timo Metzger und Pascal Huber fällen als Team Eschen von Hand und mit der Hightech-Maschine. JGL

Forstwarte Timo Metzger und Pascal Huber fällen als Team Eschen von Hand und mit der Hightech-Maschine. JGL

An der Kantonsstrasse nach Dintikon müssen wegen der Eschenwelke über hundert kranke Bäume gefällt werden. Doch der Pilz rafft nicht alle Eschen dahin. «Jetzt zeigt sich, welche Bäume resistent sind», sagt Stadtoberförster Frank Hämmerli.

Seit Jahren hat Stadtoberförster Frank Hämmerli systematisch Eschen untersucht. Nun die Gewissheit: Die Eschenwelke hat sich auch in den heimischen Wäldern ausgebreitet. Die Krankheit wird durch einen Pilz verursacht. Zuerst sterben die Blätter der Krone ab, die Zweige werden dürr und brüchig. Im weiteren Verlauf werden die Wurzeln in manchen Fällen von einem sekundären Parasiten befallen werden. Dann reicht ein Lüftchen, um die Esche aus dem Erdreich zu reissen.

Deshalb haben die Forstdienste Lenzia diese Woche an der Kantonsstrasse zwischen Ammerswil und Dintikon 133 Bäume – hauptsächlich Eschen – fällen lassen. Ausgeführt wurden die Arbeiten durch die Geissmann Forst AG aus Veltheim mit einer Hightech-Erntemaschine. Doch der Pilz rafft nicht alle Eschen dahin. «Jetzt zeigt sich, welche Bäume resistent sind», sagt Hämmerli. Manche überleben die Krankheit problemlos. Das genetische Material dieser Bäume soll dann weiterbestehen. «In den 60er- bis 80er-Jahren gab es das Ulmen-Sterben», sagt Hämmerli. Heute sind die Ulmen resistent. Dieser Prozess braucht jedoch Zeit und Geduld. «Und Mut zur Lücke.» (jgl)

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1