Schafisheim

Nach Lohnstreit: Komitee-Präsident wirft Gemeinderat Mobbing vor

Gemeinderat Schafisheim mobbt Familie nach Lohnstreit

Gemeinderat Schafisheim mobbt Familie nach Lohnstreit

Mit einem Referendum machte Michael Letic eine Lohnerhöhung für den Gemeinderat rückgängig. Jetzt wird deswegen seine Familie schikaniert.

Nach der gewonnenen Abstimmung um die Besoldung des Gemeinderats erhebt Komiteepräsident Michael Letic schwere Vorwürfe gegen den Gemeinderat: Sie würden ihn und seine Familie schikanieren. Gemeindeammann Roland Hugger widerspricht.

«Genug ist genug», war das Schofiser Referendumskomitee überzeugt, das sich gegen eine Erhöhung der Gemeinderatsbesoldung starkmachte – mit Erfolg: Das Stimmvolk hat die an der Wintergmeind bewilligte Pauschalentschädigung von 150'000 Franken an der Urne abgeschmettert.

Wie «Tele M1» berichtet, hat dies für Komiteepräsident und Primarlehrer Michael Letic nun private Konsequenzen. «Man versucht mich zu unterdrücken und geht jetzt auf meine Familie los. Nur weil dieses Referendum erfolgreich war, sollte man nicht auf mich als Einzelperson zielen und schon gar nicht auf meine Familie», kritisiert er gegenüber dem Regionalsender.

Plötzliche Kündigung

Zwei Vorwürfe stehen im Raum: Einer betrifft Letic' Mutter, die jahrelang als Abwartin der Waldhütte Schafisheim tätig war. Nun hat sie von der Gemeinde die Kündigung erhalten. Dies mit der Begründung, sie habe geholfen, Flugblätter mit beleidigendem Inhalt zu verteilen.

Der zweite Vorwurf betrifft Letic' Vater: Dieser habe mit der Gemeinde seit Jahren die Abmachung, dass er für seine Vögel im Wald Erde holen dürfe. Genau bei diesem Vorhaben sei er nun allerdings fotografiert worden. Zudem wirft man dem Vater vor, er habe ein Fahrverbot überfahren und müsse deshalb mit einer Busse rechnen. 

Verhält sich der Gemeinderat wie ein schlechter Verlierer? Gemeindeammann Roland Hugger wehrt sich gegen die Vorwürfe: «Das hat nichts mit Schikane zu tun.» Der Gemeinderat habe die Niederlage an der Urne akzeptiert. «Wir sehen es eher so, dass er ein Problem hat, weil er nicht als Gemeinderat gewählt wurde und das seine ganze Motivation ist.» 

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