Lenzburg

Nach Grossbrand: Lenzburg plant einen neuen Werkhof

Wo diese Maschinen stehen, befand sich vor dem 7. Juni der Forstwerkhof. Nun soll für den Fuhrpark ein provisorisches Dach gebaut werden.

Wo diese Maschinen stehen, befand sich vor dem 7. Juni der Forstwerkhof. Nun soll für den Fuhrpark ein provisorisches Dach gebaut werden.

Eine Task-Force arbeitet an einem Ersatz für den abgebrannten Werkhof.

Am 7. Juni hat der Forstwerkhof lichterloh gebrannt. Von dem Gebäude, in dem die Mitarbeiter der Forstdienste Lenzia ihren Tag vorbereiteten und ihre Maschinen unterbrachten, blieb nur ein rauchendes Gerippe übrig. Verursacht wurde das Feuer durch einen technischen Defekt im Bereich eines Elektrotableaus. Eine genauere Antwort wird wohl für immer ausbleiben, da sämtliche Spuren der Brandursache verkohlt wurden.

Vollständig ausgebrannt: So sieht die Brandruine des Forstwerkhofs Lenzburg am Donnerstag aus

Vollständig ausgebrannt: So sah die Brandruine des Forstwerkhofs Lenzburg aus (8. Juni 2017)

Der Lenzburger Forst-Werkhof ist am Mittwochmorgen ausgebrannt. Die Feuerwehr rückte mit einem Grossaufgebot von 110 Männern und Frauen. Beissender Rauch lag in der Luft, vier Feuerwehrleute wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht. Der Schaden ist gross, es besteht Einsturzgefahr.

Task-Force hat begonnen

Nun beschäftigt sich eine Task-Force mit dem Wiederaufbau und allfälligen Provisorien des Werkhofs. «Es wird auf jeden Fall auf dem Areal wieder einen Forstwerkhof geben», sagt Christian Brenner, Abteilungsleiter Tiefbau der Stadt. Neben Brenner sind auch die Stadträte Martin Stücheli und Martin Steinmann, Oberförster Frank Hämmerli, Revierleiter Marcel Zurbuchen, Stadtplanerin Helene Bisang und der Direktor der SWL Energie AG, Markus Blättler in der Task-Force.

Neu- oder Anbau?

Die Gebäude der SWL Energie AG und des Werkhofs der Stadt Lenzburg befinden sich ebenfalls auf dem gemeinsamen Werkhofareal. Die SWL und der Werkhof der Stadt Lenzburg haben zusätzliche Platzbedürfnisse. «Das ist jetzt die Gelegenheit, um zu prüfen, ob mit einem neuen Werkhof diesen Platzbedürfnissen entgegengekommen werden kann», sagt Brenner. Möglich wäre ein 1:1-Aufbau des abgebrannten Werkhofs. Denkbar sei gemäss Brenner auch ein Anbau an das bestehende SWL-Gebäude.

«Es wird auf jeden Fall auf dem Areal wieder einen Forstwerkhof geben.»

Christian Brenner, Abteilungsleiter Tiefbau

«Es wird auf jeden Fall auf dem Areal wieder einen Forstwerkhof geben.»

In den nächsten drei Monaten will die Task-Force einen Masterplan präsentieren. Brenner kann noch nicht sagen, ob es zu einer Ausschreibung oder einem Wettbewerb kommen wird, da ja die Möglichkeit bestehe, dass der Werkhof identisch zum alten Gebäude wieder aufgebaut wird. Die Task-Force wird von Architekten unterstützt.

Die Mitarbeiter der Forstdienste konnten übergangsmässig Büros und Personalräume auf dem Wisa-Gloria-Areal beziehen. In einem Nebengebäude auf dem Werkhof haben sie Arbeitsplätze eingerichtet. Die Maschinen jedoch stehen bei der Brandruine, wo sie dem Wetter ausgesetzt sind. Deshalb soll dort ein Provisorium gebaut werden. «Wir sind momentan dabei, Offerten für ein Dach einzuholen», sagt Brenner. Die Ausführung sei noch eine Versicherungsfrage.

Die Löscharbeiten auf dem Lenzburger Werkhof-Areal am Mittwochvormittag.

Die Löscharbeiten auf dem Lenzburger Werkhof-Areal (7. Juni 2017)

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