Region

Nach einer Zangengeburt: Lebensraum Lenzburg Seetal erhält ein Logo

Das Logo der Organisation Lebensraum Lenzburg Seetal.

Das Logo der Organisation Lebensraum Lenzburg Seetal.

Das optische Erkennungszeichen von Lebensraum Lenzburg Seetal ist präsentiert worden. Spontan reagierten die Gemeindevertreter mit betretenem Schweigen, doch am Apéro zeigten sie sich langsam vom Auftritt angetan.

«Im Logo sollen sich alle beteiligten Gemeinden sehen können.» Diese Vorgabe war nicht einfach umzusetzen, wie Kathrin Scholl (Lenzburg) bei der Präsentation des optischen Erkennungszeichens des regionalen Entwicklungsträgers Lebensraum Lenzburg Seetal (kurz LLS) ausführte.

Im «Lebensraum» sind 23 Gemeinden (alle des Bezirks Lenzburg plus die Beinwil am See, Bettwil und Birrwil) zusammengeschlossen. Anfang 2013 nahm die Nachfolgeorganisation des Regionalplanungsverbandes, die neu zusätzliche Bereiche abdeckt, ihren Betrieb auf.

Anlehnung an «Open Space»

Also war es höchste Zeit, dass sich der LLS ein «Gesicht» gab. Vorgestern wurde das Geheimnis an der ersten Vorstandssitzung im laufenden Jahr in Seon gelüftet: Sechs im Halbkreis angeordnete schmale grüne Ring-Segmente, ein blauer Ring-Viertel, ein hellgrauer Viertelkreis und der Schriftzug «lebensraum lenzburg seetal» in Kleinbuchstaben sollen an die «Open Space» genannte offene Diskussions- und Konferenzmethode erinnern.

Die Lenzburger SP-Grossrätin Kathrin Scholl als Präsidentin der LLS-Kerngruppe Regio Marketing schilderte den Vorstandsmitgliedern, hauptsächlich die Gemeindeammänner der angeschlossenen Gemeinden, die nicht ganz einfache Entstehungsgeschichte des Logos.

Am Anfang stand die Frage «Welches Gesicht soll der LLS erhalten?». Dazu wurde zuerst aufgelistet, wofür die Region Lenzburg-Seetal äusserlich steht: Wasser, Natur, Schlösser, Wiesen Hügel, Geschichte, Kultur, Industrie. Die Umsetzung, zusammen mit mehrheitlich abstrakten Begriffen, war nicht einfach. Das Team um Kathrin Scholl und Grafikerin Martina Suter hat sich dabei die Sache nicht einfach gemacht, wie die Kerngruppen-Präsidentin erläuterte.

Welches Motiv kann allen Mitgliedern gerecht werden? Ein Baum? «Zu wenig einzigartig», war das brutale Verdikt. «Wir kamen zum Punkt, wo wir sagten: ‹Alles vergessen. Nochmals von vorn», so Scholl zu einer Zäsur.

Beim Re-Start kam man auf den «Open Space», der Wissensaustausch und Vernetzung bestens verkörpert. Bei den Farben landete man zuerst bei einem zwar einzigartigen Lila, doch dies war «zu wenig fröhlich», so die Präsidentin. So wurde es Grün.

Zuerst betretenes Schweigen

Bei der Präsentation reagierten die Gemeindevertreter spontan mit einem betretenen Schweigen und erst mit der Zeit, vor allem beim anschliessenden Apéro, zeigten sich langsam auch die erstmals mit dem Logo konfrontierten LLS-Mitglieder vom Auftritt angetan: «Jeder kann etwas im Logo sehen, das zu ihm passt.»

Nun wird das Logo auch für alle Korrespondenz-Kanäle umgesetzt und für den 23. Juni ist der Start des Internetauftritts vorgesehen.

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