Fahrwangen
Nach Einbruch: «Ich habe befürchtet, dass sie uns besuchen»

44 hochwertige Sport-Bikes haben die dreisten Einbrecher bei Radsport Stutz in Fahrwangen gestohlen. Die Ersatzbeschaffung ist für den ehemaligen Radprofi mit sehr viel Aufwand verbunden.

Toni Widmer
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Werner Stutz beklagt den Verlust von 44 teuren Sportbikes.

Werner Stutz beklagt den Verlust von 44 teuren Sportbikes.

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«Ich rechne damit, dass der finanzielle Schaden von gegen 200'000 Franken gedeckt ist. Wir sind gut versichert», sagt Werner Stutz, dessen Radsportgeschäft in Fahrwangen ungebetenen Besuch erhalten hat. Den zusätzlichen Aufwand und den Ärger wird ihm aber wohl kaum jemand entschädigen.

«Die Diebe haben 44 Velos abtransportiert, durchwegs hochwertige Sportgeräte im Wert von 2000 bis 13000 Franken. Ich gehe davon aus, dass sie mit einem Transporter vorgefahren sind und bei meinem Nachbarn noch ein zweites Fahrzeug geklaut haben, damit sie alle Velos abtransportieren konnten», sagt Stutz.

Das im Geschäft nebenan «beschaffte» Fahrzeug musste die Diebe übrigens vorerst noch ausladen, es war bereits für Auslieferungen am nächsten Tag vorbereitet.

Auch Velos von Kunden mitgenommen

Mitgenommen haben die Einbrecher nicht nur Ausstellungsvelos, sondern auch solche, die von Kunden in den Service gebracht worden waren. Besonders ärgerlich ist das für einen Teilnehmer des bevorstehenden Gigathlons: «Der Kunden hat sich vor ein paar Wochen ein neues Bike gekauft, dieses eingefahren und jetzt für den letzten Schliff kurz vor dem wichtigen Rennen vorbei gebracht. Jetzt muss er den Gigathlon trotzdem mit seinem alten Velo bestreiten, weil wir in der kurzen Zeit keinen passenden Ersatz besorgen konnten.»

Die Ausstellung für die laufende Saison wieder komplett zu machen, und vor allem so rasch wie möglich Ersatz für schon verkaufte Bikes zu beschaffen sowie diese herzurichten, ist mit einem riesigen Aufwand verbunden: «Es werden wohl von mir und meinen drei Angestellten einige Zusatzstunden nötig sein», sagt der Geschäftsinhaber.

Dieses Jahr kann der ehemalige Goldtrikot-Träger der Tour de Suisse sein 20-Jahr-Geschäftsjubiläum feiern, erst kürzlich hat er die Erweiterung seines Betriebes gefeiert. Der Einbruch trübt die gute Festlaune: «Ich musste ja zwar fast damit rechnen, dass auch wir einmal heimgesucht werden. Dennoch habe ich stets gehofft, dass es nicht passiert.»