Oberes Seetal
Nach der «Roten Ampel» rückt die Kreisschule weiter zusammen

Nach der Kritik des Kantons sind die Standorte der Kreisschule nun besser vernetzt. Jetzt sollen weitere Massnahmen folgen.

Pascal Meier
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Gesamtschulleiter Michael Lutz: «Es ist im vergangenen Halbjahr viel passiert, wir wachsen zur Einheit zusammen.» (Archivbild)

Gesamtschulleiter Michael Lutz: «Es ist im vergangenen Halbjahr viel passiert, wir wachsen zur Einheit zusammen.» (Archivbild)

Pascal Meier

Michael Lutz ist ein Energiebündel. Der neue Gesamtschulleiter stand gestern Morgen in Meisterschwanden vor der Schüler- und Lehrerschaft der Kreisschule Oberes Seetal, die sich auf die drei Oberstufenstandorte Fahrwangen, Meisterschwanden und Sarmenstorf verteilt. «Es ist im vergangenen Halbjahr viel passiert, wir wachsen zur Einheit zusammen», sagte Lutz in seiner Begrüssung zur Informationsveranstaltung mit dem Namen «Nettikette». Der Gesamtschuleiter informierte dabei über die Regeln des Schulalltags – Regeln, die zum Teil nicht neu sind, aber nun an allen Standorten gelten sollen.

Das ist keine Selbstverständlichkeit. Die Kreisschule Oberes Seetal hatte 2011 in der externen Schulevaluation im Bericht der Schulführung eine sogenannte «Rote Ampel» kassiert. Das heisst: Die minimalen Vorgaben des Kantons sind hier nicht erfüllt. Die drei Standorte funktionierten noch zu wenig als Einheit. In Meisterschwanden und Sarmenstorf hatte die Oberstufe zu viele Berührungspunkte mit der Primarschule, was ein Zusammenwachsen der Kreisschule erschwerte. Zudem gab es zwischen den Gemeinden Differenzen über die Zahl der Schulstandorte.

Das gehört immer mehr der Vergangenheit an. Michael Lutz hat seit Stellenantritt im vergangenen Sommer die Standorte vernetzt und das laufende Schuljahr unter das Motto «Wir ziehen alle am gleichen Strick» gestellt. Gestern hat er die nächste Stufe gezündet: Unter anderem ist ein gemeinsamer Schülerrat in Planung und ein Chor über alle Standorte hinweg. 2016 werden zudem die Skilager gemeinsam geführt. «Wir sind damit auf gutem Weg eine Kreisschule zu schaffen, die nicht nur auf dem Papier existiert.»