Statisten gesucht
Nach Bestatter kommt Beat Schlatter: Erneut wird Lenzburg zur Kulisse für einen Schweizer Film

Dass die Lenzburger Altstadt filmreif ist, haben schon die Macher des Bestatters oder des letzten Films von Stephanie Glaser, «Mord hinter dem Vorhang» gemerkt und ausgenutzt. Nun werden erneut Statisten gesucht – für den neuen Schweizer Film «Flitzer».

Janine Gloor
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Beat Schlatter kommt für seinen neuen Film nach Lenzburg.

Beat Schlatter kommt für seinen neuen Film nach Lenzburg.

Andre Albrecht

Nackt rennen sie auf das Spielfeld, geniessen ihren Auftritt vor den Stadionbesuchern, bis er von den Security-Mitarbeitern unsanft beendet wird. Die beliebte Kombination Flitzer und Fussball wird im neuen Schweizer Spielfilm «Flitzer» des Regisseurs Peter Luisi aufgenommen.

Beat Schlatter spielt einen Lehrer, der für einen neuen Sportplatz Geld gesammelt hat. Den Überschuss will er in ein Gottfried-Keller-Museum investieren. Als ihn die Schulleitung um diesen Extrabatzen betrügen will, lässt er sich etwas einfallen: Um schnell an Geld zu kommen, organisiert der Lehrer Sportwetten.

Doch statt auf Resultate wird auf Flitzer gewettet. Dabei überlässt Schlatters Figur nichts dem Zufall, er rekrutiert und schult die Flitzer gleich selbst.

Coiffeursalon im Hächlerhaus

Der Film wird in der ganzen Schweiz spielen, die Flitzerwetten ziehen sich von den unteren Ligen bis nach oben in die Super League. Die Dreharbeiten beginnen am 7. September, Kinostart ist im Herbst 2017.

Dass die Lenzburger Altstadt filmreif ist, haben schon die Macher des Bestatters oder des letzten Films von Stephanie Glaser, «Mord hinter dem Vorhang» gemerkt und ausgenutzt. Auch für «Flitzer» wird in Lenzburg gedreht. Im fertigen Film merken allerdings nur Ortskundige, dass es sich um eine hiesige Lokalität handelt.

«Das Wettbüro befindet sich im Film in einem Coiffeursalon», sagt Filmproduzent David Luisi. «Für den Salon haben wir im Lenzburger Hächlerhaus die perfekte Location gefunden». Im Film wird der Coiffeurladen in Baden platziert. Für die Szene in Lenzburg sucht die Produktionsfirma Statisten. 30 Männer sollen vor dem illegalen Wettbüro Schlange stehen. Mehr müssen sie nicht können.

«Die Männer können ab 20 Jahren in jedem Alter sein, sonst haben wir keine grossen Kriterien», sagt Luisi. Die eine oder andere Frau könne auch dabei sein, aus Erfahrung würden sich aber mehr Männer an Sportwetten beteiligen. Die Dreharbeiten in Lenzburg sind für den 9. September geplant, Statisten sollten sich einen halben Tag Zeit nehmen können.

Dreh im Brügglifeld geplant

Bis zum Drehstart gibt es noch viel zu organisieren. Die Fussballszenen werden zum Teil während tatsächlich stattfindenden Spielen gedreht. Der Einmarsch der Flitzer muss dabei sorgfältig geplant werden. «Wir können nicht zu jeder Zeit einen Flitzer einbauen», sagt Luisi.

«Nach dem Schlusspfiff ist es zum Beispiel zu spät, dann herrscht eine andere Stimmung als während des Spiels.» Auch in leeren Stadien wird gedreht, voraussichtlich im Oktober ist das Aarauer Brügglifeld an der Reihe. Für diesen Dreh braucht die Produktionsfirma ebenfalls noch Statisten, hier können sich Männer und Frauen jeden Alters bewerben. Diese werden Stadionbesucher mimen. Wer lieber nackt über das Spielfeld sprintet, muss das in der Freizeit tun. Im Spielfilm flitzen nur Schauspieler, inklusive Beat Schlatter.

Statisten können sich online bewerben. Für Lenzburg bei Bemerkungen «Wettspieler» verwenden, für das Brügglifeld «Aarau».