Seengen

Nach 74 Jahren Wanderschaft: Pfadi Hallwyl besitzt definitives Heim

Das Seenger Pfadiheim am neuen Ort beim Reservoir Ritzenstud. zvg

Das Seenger Pfadiheim am neuen Ort beim Reservoir Ritzenstud. zvg

Die Pfadi Hallwyl weiht morgen Freitag ihr umgezogenes Pfadiheim beim Seenger Reservoir Ritzenstud ein. «Wir haben hier nach 74 Jahren Wanderschaft eine definitive Bleibe gefunden», sagt Alt-Pfader Max-Albrecht Fischer.

«Jahrzehntelang waren Unterkünfte und Lokale ein Dauerproblem für unsere Abteilung.» Der Seenger Arzt und Alt-Pfader Max-Albrecht Fischer (Pfadiname Xam) lässt morgen Freitag in einem Kurzreferat die wechselvolle Geschichte der Pfadfinderabteilung Hallwyl und ihrer Heimstatt nochmals aufleben.

Doch nun herrscht bezüglich Lokal erst mal Ruhe. Das Mitte 90er-Jahre aus zwei Armeebaracken an der Sarmenstorferstrasse in Seengen gebaute Pfadiheim fand eine neue Bleibe.

Nach der Handänderung des alten Grundstücks musste eine neue Lösung gesucht wurden. Für ein Vierteljahrhundert ist das Pfadiheim auf Gemeindeland beim Seenger Reservoir Ritzenstud gesichert.

25 Jahre dauert der (dannzumal verlängerbare) Baurechtsvertrag mit der Einwohnergemeinde. Die Freude über die neue Bleibe ist bei den Seetaler Pfadern derart gross, dass sie laut Altpfader Andi Lüscher (Göfu) schon den Baurechtszins für die ganze Zeit überwiesen haben.

Keine einfache Suche

Lüscher erinnert sich an die nicht ganz einfache Suche nach einem Areal: «Pfadfinder suchen ein neues Heim», titelte die Aargauer Zeitung am 9. Januar 2009. Suchen ist gut, finden viel schwieriger. Verschiedene Objekte, die die Hallwyl-Pfader im Auge hatten, erwiesen sich als unrealisierbar.

Auf den Erfolg versprechenden Pfad führte schliesslich ein prominenter Ex-Pfader. Der damalige kantonale Baudirektor Peter C. Beyeler (Pollux) wirkte im Hintergrund. «Als er von unserer Notlage hörte, hat sich der ehemalige Regierungsrat engagiert», so Andi Lüscher.

Beim Reservoir Ritzenstud wurde passendes Land gefunden, das der Zone für öffentliche Bauten zugeteilt ist.

Morgen Freitag wird mit Handwerkern, Behörden und Gästen die neue Heimat des Pfadiheims der 1939 gegründeten Abteilung Hallwyl gefeiert. Max-Albrecht Fischer schliesst seinen Rückblick: «Wir haben hier nach 74 Jahren Wanderschaft eine definitive Bleibe gefunden.»

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