Wann genau das sein wird, hängt auch vom Wetter ab: Ein erneuter Wintereinbruch dürfte wieder mehr Schützlinge in die Hände von Margrit Knobel bringen. Allein letztes Jahr kümmerte sie sich um 212 Igel, die verletzt wurden, abgemagert sind oder krank aufgefunden wurden. Rund 124 der Igel überlebten. Zwölf sind noch immer in der Station und warten dort auf ihre Genesung. Alle anderen konnten wieder gesund freigelassen werden.

Nachfolger gesucht

Aktuell suchen die Naturschutzvereine des Seetals nach einem Nachfolger, der die Igelstation ersetzen könnte. «Wer eine Igelstation betreiben will, braucht vor allem sehr viel Zeit», sagt Bernhard Bader, Geschäftsleiter von Pro Igel.

Die Betreuung ist anspruchsvoll. «Ausserdem braucht es einen Tierarzt, der bereit ist, die Igelstation zu begleiten und eine Bewilligung des Kantons», sagt Bernhard Bader. Eine veterinäre Ausbildung sei aber nicht notwendig. Aktuell gäbe es in der Schweiz etwa zehn Igelstationen. In der Nähe des Seetals gibt es für Igel auf Hilfesuche Anlaufstellen in Oberentfelden, Ebikon LU und Untersiggenthal. (mik)