Bereits zum 20. Mal fand am Samstag der Seenger Christchindli-Märt statt. Auch dieses Jahr strömten die Besucher vor allem aus dem Dorf und der Umgebung an den stimmungsvollen Adventsanlass. Doch auch viele Ehemalige und Heimweh-Seenger pilgern regelmässig an den vorweihnachtlichen Markt, um alte Freunde und Bekannte zu treffen. An den über 80 Ständen gab es alles zu kaufen, was die Adventszeit verschönert und unter dem Christbaum liegen könnte: Von den Kerzen und geschnitzte Engelsfiguren über selbstgestrickte Mützen bis zum Früchteessig.

Alles begann in der Poststrasse

Am 7. Dezember 1996 fand der erste Christchindli-Märt statt, damals noch in der Poststrasse. Der Gewerbeverein hatte den Anlass ins Leben gerufen, fast alle der 36 Teilnehmenden stammten aus dem Dorf. Bereits damals stellten neben den Gewerbetreibenden auch Private und Vereine aus. Später wurde der Markt von der Poststrasse in die Schulstrasse verlegt. Dadurch musste der Bus nicht mehr umgeleitet werden und zusätzlich stand der Vorplatz der Mehrzweckhalle zur Verfügung.

Einige Aussteller sind seit der ersten Austragung mit dabei, so zum Beispiel Ramona Sandmeier, früher mit Sandy Blumen, heuer bei Busi Gartenbau anzutreffen. «Der Markt wurde zwar jedes Jahr grösser, aber er ist trotzdem überschaubar und gemütlich geblieben», meinte sie. «Es geht vor allem ums Mitmachen, erst in zweiter Linie um den Verkauf.» Auch die Fellnähgruppe Meisterschwanden betreibt zum 20. Mal einen Stand, Elisabeth Wipf stand bereits 1996 hinter dem Tresen. «In den ersten Jahren verkauften wir vor allem Kissen und Tiere, nun sind auch Armstulpen und Kappen sehr gefragt», resümierte sie. Die zwölf Mitglieder der Gruppe haben sich enorm ins Zeug gelegt, alle ausgestellten Produkte sind von Hand genäht.

Doch auch Aussteller, die erst später zum Christchindli-Märt hinzugestossen waren, rühmten den Anlass. «Es ist immer eine schöne Stimmung hier und die Leute sind interessiert», erklärte Pascal Furer von der Mosti Furer in Staufen, der Essig aus regionalen Früchten anbot. Regina Winkler aus Volketswil, eine der wenigen auswärtigen Ausstellerinnen, lobte die Organisation. «Man wird gut integriert.»

Auch die Besucherinnen und Besucher genossen die vorweihnachtliche Stimmung am Markt. Dabei kam nicht nur der Glühwein gut an. «Wir kommen hierher, um Leute zu treffen», meinte eine Seengerin. «Vor allem aber auch, weil es jedes Jahr schönere Stände hat und immer mehr handwerkliche Arbeiten angeboten werden.»