Motorenlärm: Nichts zu machen

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Brunegg In einer Petition auf petitio.ch hatte der Brunegger Antonio Ciccarello mehr Schutz der Anwohner gegen Motorenlärm gefordert. Er bezeichnet die Strasse Brunegg–Möriken als «Rennstrecke». Auch auf der Strasse nach Othmarsingen ortet er Probleme. Unter anderem fordern der Petitionär und seine 128 Mitunterzeichnenden eine Verschiebung der Tempo-50-Tafeln, weiter vom Siedlungsgebiet weg. Der Kanton schreibt nun in seiner Antwort, dass dies aufgrund der Vorgaben in der Signalisationsverordnung – «dieses Signal darf frühestens beim Beginn der einseitig, dichten Überbauung aufgestellt werden» – nicht möglich ist.

Die Gemeinde Brunegg hat auch die Repol Lenzburg um eine Stellungnahme zur Petition gebeten. Von dort hiess es, man teile die Auffassung, dass die Lärmemissionen durch laute Autos und laute Fahrweisen störend seien. «In vielen Fällen sind diese auf sogenannte Klappenauspuffanlagen zurückzuführen», heisst es in der Stellungnahme. «Da diese in der Regel typenkonform sind, haben wir praktisch keine Möglichkeit, einzugreifen. Diese Anlagen sind seit dem 1. Januar 2016 bei Neuzulassungen nicht mehr zulässig. Somit wird sich diese Lärmquelle im Verlaufe der Zeit abschwächen. Selbstverständlich werden die Lenker von illegal manipulierten Auspuffanlagen zur Anzeige gebracht.» Die Repol kritisiert, dass sich gewisse Autos in einen Sportmodus versetzen lassen, sodass «die Auspuffgase anders abgeleitet werden und einen ‹sportlichen› Lärm erzeugen». Diese entsprächen den EU-Richtlinien, und der Bundesrat sei nicht gewillt, für die Fahrzeuge in der Schweiz eigene Richtlinien zu verordnen.

Deutlich lässt die Repol zudem durchblicken, dass sie Hilfsmittel vermisst: Es gebe nach wie vor keine «fronttauglichen» und den Normen entsprechenden Lärmmessgeräte, die analog einem Radarmessgerät eingesetzt werden können. (nro)