Möriken-Wildegg
Rückschlag für «Gemeinde-Facebook»: Möriken-Wildegg steigt Ende Jahr bei Crossiety aus

Nach zwei Jahren seien die Nutzungszahlen des digitalen Dorfplatzes «ernüchternd», so die Gemeinde. Nach dem Ausstieg von Lenzburg und Boniswil sind damit nur noch vier von ursprünglich sieben Gemeinden aus dem Lebensraum Lenzburg Seetal (LLS) bei Crossiety dabei.

Valérie Jost
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Kurz vor der Einführung von Crossiety strahlten sie bei der Präsentation: Ständerätin und Crossiety-Verwaltungsrätin Pascale Bruderer mit Daniel Mosimann, Stadtammann von Lenzburg und LLS-Präsident.

Kurz vor der Einführung von Crossiety strahlten sie bei der Präsentation: Ständerätin und Crossiety-Verwaltungsrätin Pascale Bruderer mit Daniel Mosimann, Stadtammann von Lenzburg und LLS-Präsident.

Fritz Thut (LB)

Aus und vorbei: Der Gemeinderat hat entschieden, den Vertrag mit der Plattform Crossiety per Ende 2021 zu kündigen. Die interaktive Online-Gemeindeplattform, die es auch als App gibt, ist eine Art Facebook für Gemeinden und funktioniert wie ein digitaler Dorfplatz. Verwaltungsrätin und Teilhaberin ist SP-Ständerätin Pascale Bruderer.

Vor zwei Jahren war Möriken-Wildegg eine der sieben Pioniergemeinden des Lebensraums Lenzburg Seetal (LLS), die Crossiety gemeinsam eingeführt hatten. Doch die Auswertung der Nutzerzahlen sei «ernüchternd» ausgefallen, wie der Gemeinderat schreibt: «Es zeigte sich, dass die registrierten Gruppen kaum aktiv waren und trotz grossen Bemühungen keine neuen dazugekommen sind.» Damit sei das Ziel, «ein Netzwerk für die Einwohnerinnen und Einwohner, die Vereine oder das Gewerbe zu gestalten», nicht erreicht worden.

Ausgestiegen sind auch Lenzburg (ebenfalls per Ende 2021, auf ein Einwohnerrats-Postulat hin) und Boniswil (schon im Sommer 2020). Verbleibend sind damit Fahrwangen, Meisterschwanden, Sarmenstorf und Schafisheim. Letzteres hat gerade kürzlich entschieden, den Vertrag für weitere drei Jahre zu verlängern: Der Gemeinderat wolle über die Plattform «zukünftig noch aktiver informieren», so die Mitteilung. Die Bevölkerung wird aufgefordert, ein Log-in zu erstellen und die App herunterzuladen.

Im Kanton wird die Plattform ausserhalb der Region Lenzburg in Erlinsbach, Reinach (beide seit März 2020) und Holderbank (seit Oktober 2020) genutzt. In Buchs kam das Projekt dagegen gar nicht erst zum Fliegen: Letzten Dezember hat der Einwohnerrat ein Postulat zur Einführung von Crossiety einstimmig abgelehnt.

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