«Ab und Weg»

«Möglichst viel Pfeffer und Power»: Neuer Schwank des Theaters Hendschiken

Fernsehmoderator Vinzenz Grafs Leben wird gnadenlos analysiert.

Fernsehmoderator Vinzenz Grafs Leben wird gnadenlos analysiert.

Beim aktuellen Schwank «Ab und Weg» des Theaters Hendschiken befindet sich die Hauptfigur Vinzenz Graf in akutem Erklärungsnotstand.

Die Moral dringt in Vinzenz Grafs Wohnung ein wie ein Wirbelwind und sie erscheint in Form und Gestalt der Fernsehprogrammchefin Franziska Franzpeter. Als ehemalige Klosterschwester weiss sie, was sich gehört. Und was sich ganz und gar nicht gehört, ist das Gebaren des Talkshow-Moderators Graf.

Dieser ist nämlich ins Visier der Boulevardpresse geraten. Geschichten über einen zweifelhaften Charakter machen die Runde. Verständlich also, dass sich der Moderator beim Besuch seiner neuen Chefin von seiner allerbesten Seite zeigen will. Doch wie es sich für einen gepfefferten Theaterschwank gehört, kommt es erstens anders und zweitens, als man denkt.

Ein Schwank in drei Akten

Ab Freitag präsentiert die Theatergruppe der Turnenden Vereine Hendschiken die dreiaktige Komödie «Ab und Weg» in der Turnhalle Hendschiken. Die Zuschauer dürfen darin mit der Hauptfigur Vinzenz Graf einen komplett überforderten Mann in akutem Erklärungsnotstand und auf der Flucht vor einem rigorosen Zeigefinger geniessen. Denn die Absichten von Fernsehmoderator Graf, der in seiner verdatterten bis empörten Stimmungslage von Markus Obi gespielt wird, werden, teils durch eigenes, öfter durch fremdes Verschulden, ein ums andere Mal durchkreuzt.

«Unser Ziel ist es, bei jeder unserer Aufführungen dem Publikum einen vergnüglichen Abend zu bieten», sagt Ueli Körner, der beim Hendschiker Theaterensemble Regie führt. Dies dürfte mit dem Schwank «Ab und Weg» auch in diesem Jahr gelingen. Denn es bereitet grosses Vergnügen, dem zusehends entnervten Vinzenz Graf zuzusehen, wie er mit jeder Drehung, mit der er sich aus seiner verzwickten Lage herauszuwinden versucht, tiefer im Schlamassel landet. Die Komödie lebt von den vielen Missverständnissen um die Hauptfigur Vinzenz Graf, die mit der Anzahl Personen zunehmen und die neben der Chefin ebenfalls den Weg in die Wohnung des Fernsehmoderators finden.

Gute Stimmung bei den Proben

Mitte August hat das Theater Hendschiken mit den Proben für die neueste Produktion begonnen. Regisseur Ueli Körner ist mit dem Verlauf der Probearbeit zufrieden. «Zum ersten Mal war es so, dass die Schauspieler bereits auf die erste Probe ihren Text gelernt hatten. Das hat viel gebracht.» Auch habe während der Proben stets eine gute Stimmung geherrscht. «Es gab im Drehbuch einige etwas langgezogene Passagen. In den Proben habe ich auch versucht, möglichst viel Pfeffer und Power in diese Passagen zu bringen, also das Spiel stetig in Bewegung zu halten», so Körner.

Neben diesem komödiantischen Pfeffer, neben Klamauk und Wortwitz hat die Komödie über Moral und Zeigefinger aber auch selbst eine Moral zu bieten. Und die besagt, dass Moral und Doppelmoral manchmal ganz nahe beieinander liegen.

Aufführungen Freitag, 3. November, und Samstag, 4. November, um 20 Uhr. Sonntag, 5. November, um 14 Uhr. Donnerstag bis Samstag, 9. – 11. November, um 20 Uhr, in der Turnhalle Hendschiken. Vorverkauf über www.theater-hendschiken.ch oder 062 891 38 14.

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