Lenzburg
Mithilfe intelligenter Technologie Energie sparen

Im Zentrum des Energie-Apéros der SWL Energie AG Lenzburg standen verschiedene Energiesparlösungen, welche dem Kunden helfen, den Energieverbrauch zu minimieren. Nur wer weiss, wie viel Strom er verbraucht, kann den Energiebedarf senken.

Nina Amann und Brunhilde Mauthe
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Der «Smart Meter» dient der intelligenten Energiemessung. Er ersetzt herkömmliche Stromzähler.

Der «Smart Meter» dient der intelligenten Energiemessung. Er ersetzt herkömmliche Stromzähler.

ZVG

Der vierte Energie-Apéro mit den Fachunternehmen Swisscom und Eibrom dieser Saison richtete sich direkt an den Endverbraucher: den Energiekonsumenten.

Der Rekord von 160 Besuchern erstaunt nicht, denn das Thema «Energiewende - Smart Grid, Smart Metering, was können die leisten» interessiert. Der Titel des Apéros erklärt bereits, worum es geht, nämlich um intelligente («smarte») Energiesparlösungen speziell für den Wohnbereich.

Für Jürg Keller, Geschäftsführer von Eibrom, fängt Energiesparen im Bewusstsein des Menschen an. Der Ansatz ist simpel: Der Energieverbrauch kann nur gesenkt werden, wenn sichtbar wird, wie viel Energie tatsächlich verbraucht wird und wofür.

Nicht den effektiven Energieverbrauch einzelner Haushaltsgeräte, aber den gesamten Energieverbrauch und die Nutzungszeit misst der intelligente Stromzähler «Smart Meter». Führend im Wechsel von traditionellen Stromzählern zum «Smart Meter» ist die SWL Energie AG in Lenzburg. Seit 2011 hat sie gut die Hälfte ihrer 5500 Stromzähler durch «Smart Meter» ersetzt.

«Die neuen Zähler sind kommunikationsfähiger», erklärt Geschäftsbereichsleiter Elektrizität der SWL Energie AG Miguel Silva. Die ermittelten Daten liessen sich dem Kunden zur Verfügung stellen.

Ziel der SWL Energie AG sei es, in den nächsten zwei bis drei Jahren alle alten Stromzähler durch neue zu ersetzen. Auch der Ausbau der Wasser-, Gas- und Fernwärmezähler wolle vorangetrieben werden.

«Wir möchten die Kunden für die Energieeffizienz sensibilisieren», sagt Silva. Neben den «intelligenten Helfern» braucht es fürs Energiesparen vor allem eines: Gewissheit darüber, wie viel Energie man verbraucht. Nur so animiere man sich selber dazu, auch Energie zu sparen.

Ein Beispiel für eine intelligente Energielösung erklärte Referent Res Witschi, von der Swisscom AG. Die Idee ist, dem Energiekunden direkten Zugriff auf die Daten seines Energieverbrauches zu gewährleisten.

Dies kann mit auf ganz unterschiedlichen Wegen umgesetzt werden. Witschi stellte das Hauskontrollsystem «Quing» der Swisscom vor. «Quing» macht es möglich, Raumtemperaturen, elektrische Geräte oder Helligkeit zum Beispiel auf dem iPad zu regulieren.

Auch die Firma Eibrom spezialisiert sich auf energiebewusstes Wohnen mittels Steuerung von Licht, Strom und Heizung. Die Steuerung der einzelnen Haushaltsgeräte wird unter «Smart Home» zusammengefasst.

Der «Smart Meter» ist ein Zähler für Energie, welcher den Energieverbrauch und die Nutzungszeit anzeigt. Diese intelligenten Zähler übertragen die erhobenen Daten automatisch an das Energieversorgungsunternehmen und können später dem Kunden weitergegeben werden. Solche Übertragungsvorgänge und die damit verbundenen Prozesse, Systemlösungen und Dienste werden unter «Smart Metering» zusammengefasst.

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