Seetal

Mitfahrdienst «Taxito»: Aargauer Gemeinden müssen auf Luzern warten

Taxito: der sichere Autostopp-Dienst

Taxito: der sichere Autostopp-Dienst

Mit dem Mitfahrsystem «Taxito» können Autofahrer Reisende an einer signalisierten Haltestelle aufgabeln und zu ihrem gewünschten Ziel fahren. Im abgelegenen Napfgebiet hat sich dieses System bewährt.

Die Initianten der Einführung eines organisierten Mitfahrdiensts im Seetal müssen sich noch gedulden. Denn während die Gemeinden und der Kanton Aargau längst bereit sind, lässt der Kanton Luzern noch auf sich warten.

Erst, wenn seine Zusage für die Kostenbeteiligung an den Haltestellen auf seinem Gebiet vorliegt, kann das kantonsübergreifende Verkehrskonzept eingeführt werden. Mit-Initiantin Gabi Lauper vom Kantonsübergreifenden Entwicklungskonzept Seetal (KEK): «Der Kanton Luzern hat letztes Jahr kantonsweit angeboten, Gesuche um Kostenbeteiligung für die Einführung von neuen Nahverkehrskonzepten entgegenzunehmen und zu prüfen.» Noch liegt kein Bescheid vor. «Wir hoffen, dass wir den Betrieb Ende Sommer 2019 aufnehmen können», so Lauper.

Das in Bern gegründete Unternehmen Taxito beschreibt seinen Dienst so: «Ein Wanderer erreicht am Nachmittag Luthern. Das nächste Postauto nach Luzern fährt erst in zwei Stunden. Am TaxitoPoint (einer Haltestelle) sendet der Wanderer sein Fahrziel «Willisau» per SMS ein. Ein Autofahrer sieht die Destinationsanzeige am TaxitoPoint und den Fahrgast, hält an und bringt den Wanderer nach Willisau, wo er auf den nächsten Zug umsteigt.» Taxito ist bereits seit dreieinhalb Jahren im Luzerner Napfgebiet im Einsatz. Und die jüngste Bilanz von dort klingt vielversprechend: An fünf Haltestellen zwischen Luthern und Willisau wurden letztes Jahr 930 Personen mitgenommen, darunter Einheimische wie auch Touristen. Erstaunlich: Laut Taxito betrug die durchschnittliche Wartezeit nur zwei bis drei Minuten.

Beim Seetaler Projekt haben die interessierten Gemeinden mittlerweile ihre Teilnahme zugesichert: Meisterschwanden und Fahrwangen im Aargauer Seetal, Bettwil, Buttwil und Muri im Bezirk Muri sowie Aesch, Altwis, Hitzkirch, Schongau und Hochdorf im Kanton Luzern. Für den geplanten Versuchsbetrieb während dreier Jahre soll jede Gemeinde 9000 Franken beisteuern. Ausgenommen ist Muri, dessen Haltestelle vor allem als Zubringer für die ländlichen Gemeinden zu Muris öV-Anbindung gedacht ist. Die beiden Kantone werden sich entsprechend der Zahl der Haltestellen in ihrem Gebiet beteiligen. Vorgesehen sind 31 200 Franken vom Kanton Aargau und 45'000 Franken vom Verkehrsverbund Luzern. (MIK)

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