Theater Rupperswil
Mit Witz und Spuk: Familie Chifler erbt ein Schloss – aber nur unter einer Bedingung

Im neuen Stück der Theatergemeinschaft Tangram in Rupperswil ist ein Geschwistertrio zu Harmonie gezwungen.

Markus Christen (Text und Foto)
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Auch Ferdinandus (Ruedi Frei) und Jolanthe Leutenegger-Gantenbein (Barbara Imboden) sind als spukende Vorfahren heftig verstritten.

Auch Ferdinandus (Ruedi Frei) und Jolanthe Leutenegger-Gantenbein (Barbara Imboden) sind als spukende Vorfahren heftig verstritten.

Zanken, streiten, chiflen, in jeder beliebigen Reihenfolge, das sind die Lieblingsbetätigungen der drei Geschwister Leutenegger.

Sie gönnen sich gegenseitig keinerlei Hochgefühl. Die Nachricht, dass sie gemeinsam ein altes Schloss mitsamt finanziellem Zustupf geerbt haben, um aus dem mittelalterlichen Gebäude ein modernes Hotel zu machen, lässt das Trio in den Krisenmodus stürzen.

Denn die Erbschaft ist an eine Bedingung geknüpft. Zwei Wochen lang darf es zwischen den Geschwistern zu keinem Disput kommen. Sie sind zum harmonischen Miteinander in den Schlossmauern verdammt.

Die Ausgangslage des Theaterstücks «Diä spukendi Erbschaft», das die Theatergemeinschaft Tangram an diesem und am kommenden Wochenende im Aarehaus Rupperswil präsentiert, verspricht einen witzigen und zickigen Schwank, in dem die mündlichen und die körperlichen Sticheleien für viel Amüsement im Publikum sorgen werden.

Angereichert mit einer Portion Gaunerkomödie und einem Schuss Geisterstunde ist auch für genügend Spannung auf der Theaterbühne gesorgt.

Kostüme von der Fastnacht

Wie ein Probebesuch im Aarehaus zeigt, macht es den Laienspielern der Theatergemeinschaft Tangram gehörigen Spass, einmal aus ihrer Haut zu schlüpfen und die Anständigkeit gegen eine übermütige Eigensinnigkeit einzutauschen. Jens Barth spielt heuer zum ersten Mal in einem Stück der Theatergemeinschaft mit.

In den vergangenen Jahren kümmerte er sich jeweils um das Bühnenbild und um die Theaterbar. Nun gibt er auf der Bühne den selbstsüchtigen Filmregisseur Mister Schpielbörg, der im Schloss der Familie Leutenegger einen Gruselfilm drehen will.

Die Probearbeit mache ihm viel Freude, sagt Barth. «Ich würde behaupten, meine Rolle ist das genaue Gegenteil von mir. Aber das ist das Interessante.» Im Theaterstück gar nicht einverstanden mit der Transformation des ehrwürdigen Schlosses in ein Hotel sind die ehemaligen Schlossbesitzer Ferdinandus und Jolanthe von Leutenegger-Gantenbein.

Sie spuken als Geisterpaar durch die Schlossgänge und lassen nichts unversucht, damit sich auch die feinsten Spuren von Einigkeit bei ihren Nachkommen schnellstmöglich verflüchtigen. Für die passende Kostümierung des Geisterpaars hat die Theatergemeinschaft extra einen Fastnachtsladen besucht.

Regisseurin Monika Weber ist gespannt, wie das Publikum auf die Kostümierung des Geisterpaars reagiert. Denn wie jedes Jahr will die Theatergemeinschaft Tangram vor allem eins: Ihre Zuschauer einen Abend lang bestmöglich unterhalten.

Die Theatergemeinschaft Tangram zeigt «Diä spukendi Erbschaft» am Freitag und Samstag dieser Woche um 20 Uhr, am Sonntag um 13.15 Uhr sowie am Freitag und Samstag der kommenden Woche um 20 Uhr im Aarehaus Rupperswil