Seengen

Mit Samichlaus und Füchsen: Ein Wald, der die Kinder verzaubert

Peter Sandmeier, Präsident Märliwald Seengen.

Peter Sandmeier, Präsident Märliwald Seengen.

In Seengen wird seit 26 Jahren der Märliwald aufgestellt, für ein weiteres Bestehen braucht der Verein Spenden. Vielleicht gibt es in diesem Jahr sogar Neuerungen.

Ein Samichlaus, der Geschichten erzählt, Eisbären, Rehe und Füchse. Das erwartet Besucher im Märliwald in Seengen dieses Jahr. Peter «Busi» Sandmeier ist der Erfinder des Märliwaldes und organisiert die weihnachtliche Attraktion ab dem 23. November seit 26 Jahren.

Ursprünglich als Werbeaktion für die Gartenbaufirma von Sandmeier gedacht, ist der Märliwald heute ein fester Bestandteil im Seenger Veranstaltungskalender. Mit den Jahren wurde die Tradition jedoch immer grösser und teurer. «Mittlerweile kostet die Durchführung des Märliwaldes zwischen 13'000 bis 15'000 Franken, die Anschaffungskosten der Figuren nicht eingerechnet», erklärt der 46-jährige Kleinunternehmer.

Vor fünf Jahren entschied er sich, eigens für den Märliwald einen Verein zu gründen. Mit dabei sind vier Kollegen samt Ehefrauen, die das Projekt seit Jahren unterstützen.

«Der Märliwald wird seit Jahren grösstenteils von der Gartenbaufirma finanziert, nach dieser langen Zeit wäre ich und der Verein froh um Unterstützung», erklärt Sandmeier. Er sei aber auch weiterhin bereit, einen Grossteil der Kosten zu tragen. Gespendet werden kann auf verschiedenen Wegen: ein Freibetrag aufs Bankkonto oder als Gönner- beziehungsweise Patenschaft für eine der Figuren. Inzwischen sind es über 30 bewegliche Figuren, die meist bis Ende Dezember im Märliwald an der Unterdorfstrasse stehen.

Komplimente als Lohn für gute Arbeit

Der grösste Feind der Figuren ist das Wetter. «Während der Wald steht, ist praktisch täglich jemand vom Verein vor Ort um umgefallene Figuren wieder aufzustellen, von Schnee zu reinigen oder ein anderes Problem zu lösen», erzählt Sandmeier. Mehrere hundert Stunden Arbeit und ein Team von bis zu 20 Helfern sind nötig, um den Märliwald entstehen zu lassen.

Der Lohn für die viele Arbeit sind die Komplimente, die Sandmeier und sein Team vom Publikum erhalten. «Es gibt Eltern, die mit ihren Kindern täglich den Märliwald besuchen, weil die sonst abends nicht einschlafen wollen», sagt 46-Jährige. «Der Märliwald macht viel Arbeit, aber sobald alles steht und die Kinder sich freuen, hat sich die Arbeit gelohnt.»

Die Frage, ob es in diesem Jahr Neuerungen gibt, bleibt bis im letzten Moment geheim: «Wer weiss, vielleicht schon», sagt er und schmunzelt.

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