Pro Velo
Mit dem Velo ohne Hindernis und Steigung zum Bahnhof Lenzburg? Diese Idee soll dies ermöglichen

Pro Velo Lenzburg hat hoch gesteckte Ziele: Geht es nach dem Verein sollen die Radfahrer künftig auf direktem Weg, hindernisfrei und ohne Steigungen von der Innenstadt zum Bahnhof fahren können. Dafür präsentiert Pro Velo nun eine Idee.

Ruth Steiner
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Velo Lenzburg

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Werner Christen ist seit Jahren Präsident von Pro Velo Lenzburg.

Werner Christen ist seit Jahren Präsident von Pro Velo Lenzburg.

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Pro Velo Lenzburg hat hoch gesteckte Ziele: Geht es nach dem Verein sollen die Radfahrer künftig auf direktem Weg, hindernisfrei und ohne Steigungen von der Innenstadt zum Bahnhof fahren können. Möglich machen soll dies nach Vorstellung der Radfahrer eine Velohochbrücke vom Parkplatz beim KV-Schulhaus bis zur Schulanlage Angelrain. Dort mündet die Brücke in den bestehenden Radweg zum Bahnhof und zur Schulanlage Lenzhard.
Die aktuelle Veloverbindung ist nach Ansicht von Pro Velo «umständlich und schlecht». Der Verein ist mit der Velopolitik des Stadtrats nicht zufrieden. Pro Velo ist der Meinung, dass die Zweiräder bei der städtischen Verkehrsplanung zu kurz kommen. «Unserer Meinung nach wurde bisher bei Strassenbauprojekten nach dem Motto verfahren: ‹Wenn es noch Platz hat, machen wir etwas für die Velos›», bemängelt Pro Velo Lenzburg-Präsident Werner Christen. Das Ergebnis sei die bisherige Veloinfrastruktur: Unzusammenhängend, mit vielen Stolpersteinen dazwischen, moniert er. Christen fordert: «Wir möchten, dass neu auch eigenständige Veloprojekte, das heisst, durchgehende Veloverbindungen geplant werden.»

Bereits früher Aktionen gemacht

Es ist nicht das erste Mal, dass der Verein und deren Präsident Werner Christen sich öffentlich für die Radfahrer ins Zeug legen. Bereits vor zwei Jahren hat Pro Velo Lenzburg mit einer grossflächigen Plakat-Kampagne im Stadtgebiet auf kritische Stellen im Lenzburger Radnetz hingewiesen. Überall an den für Zweiräder heiklen Spots im städtischen Verkehr wurde ein Plakat mit der Aufschrift «Velofrust» angebracht. Die Aktion begründete Werner Christen damals so: «Die Konkurrenz mit Autos und Fussgängern ist zu gross. Wir wollen die Öffentlichkeit sensibilisieren, dass die Velofahrer eigene Verkehrswege benötigen.» Seine Forderung untermauerte der Verein damals mit einer Erhebung, in welcher er während der Rushhour den Veloverkehr auf der Bahnhofstrasse gezählt hatte. Am Morgen waren es in einer Stunde rund 220 Räder, am Abend während der gleichen Zeitdauer gar deren 270, die Richtung Stadt bzw. Bahnhof fuhren.

Zweite Brücke von Mehrzweckhalle

Nicht nur von der Altstadt, auch vom Quartier Hornerfeld beim Autobahnzubringer A1 bzw. der Othmarsingerstrasse will Pro Velo freie Fahrt Richtung Bahnhof. Eine zweite Hochbrücke von der Mehrzweckhalle in der Schützenmatte entlang des Bahndamms zum Quartier «Im Lenz» hinter dem Bahnhof soll diesen Stadtteil für die Zweiräder direkt erschliessen.
Vorerst ist das Projekt Hochbrücke nichts weiter als eine Vision des Vereins Pro Velo Lenzburg. Deren Präsident betont jedoch: «Mit unseren Vorschlägen wollen wir eine Diskussion anstossen.»