Im Sommer in einem Jahr wird die kaufmännische Schule Lenzburg-Reinach ihre Tore schliessen. Um zu verhindern, dass die Lehrkräfte nun abspringen, will ihnen die Schule Boni zahlen, damit sie bleiben. Das berichtet das SRF Regionaljournal. «Wie hoch diese werden, steht allerdings noch nicht fest», sagt Kathrin Scholl, Präsidentin des Schulvorstands, gegenüber der AZ. Klar sei, dass der Bonus substanziell sein müsse, damit sich das Bleiben für die Lehrer auch lohne. Denn vielen winken in Nachbarkantonen höhere Gehälter.

Finanzieren werde die Schule die Boni aus einem Rücklagefonds, der mit Wohnortbeiträgen der Gemeinden gebildet worden sei. Dieses Geld würde ansonsten nach der Schliessung der Schule an die Gemeinden zurückfliessen. «Die Gemeinden sind zu einem guten Teil auch im Vorstand der Schule vertreten, daher ist das kein Problem», so Scholl. Zumal ja auch die Gemeinden ein Interesse an einem Fortbestand des Unterrichts hätten. Insgesamt geht es um 27 Lehrkräfte, die in Reinach und Lenzburg arbeiten, sagt Rektor Andreas Schmid.

«Fast ausnahmslos alle haben das Höhere Lehramt, sind also sehr gut ausgebildet und können etwa auch an Kantonsschulen unterrichten», sagt er. Der Rektor hofft, dass möglichst viele von ihnen Anschluss an den fortbestehenden KV-Schulen im Kanton finden werden. Doch klar sei auch, dass das nicht alle können werden. «Den Hauptbeitrag zu den Sparplänen bei der Zusammenlegung der KV-Schulen leisten Einsparungen bei den Lohnkosten, es wird nach der Schliessung also sicher weniger Lehrer brauchen», sagt Kathrin Scholl (SP, ehemalige Grossrätin). Ob und wie schnell sie eine Anschlusslösung finden werden, hänge stark vom Unterrichtsfach ab, erklärt Andreas Schmid. «Mathematik-Lehrer finden überall sofort eine Stelle.» Deutsch- und Englisch-Lehrer hätten es schwieriger, weil es für diese Fächer mehr Lehrer gibt.