Möriken-Wildegg
Mit 50 Liter Öl lässt sich schlecht fasten – aber umso besser backen

Die Fasnachtschüechli, Zigerkrapfen und Schenkeli haben es in sich. Doch am Chüechlitag sollte man das mit der Bikini-Figur nicht allzu eng sehen und einfach geniessen.

Isabelle Schwab (Text und Fotos)
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Bis 16 Uhr konnte man am Buffet der Landfrauen und des Frauenvereins einkaufen
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Die Auswahl an Kuchen und anderen Süsswaren war gross
Einige Landfrauen brachten noch am Samstagmorgen frisch gebackene Brote
Den Zopf in den noch kalten Ofen legen, dann zerreist die Oberfläche nicht so sehr, verrät eine der Landfrauen
Marianne Flühmann, Präsidentin des Frauenvereins hat sich mit ihren Frauen vor allem um die administrativen Arbeiten gekümmert
Die Holzofenbrote und frischen Züpfe sind besonders beliebt
Die Holzofenbrote verströmten ihren Duft durch den ganzen Saal
Selbstgemachte Fasnachtschüechli findet man sonst kaum mehr wo
Die Heraussvorderung beim Fasnachtschüechli machen ist, dass sie nich zu dunkel werden
Chüechlitag in Möriken-Wildegg
Natürlich kommen die selbstgemachten Fasnachtschüechli auch bei den Kinder an
Zigerkrapfen dürfen nicht zu weich sein, verraten die Frauen des Frauenvereins
Schenkeli und Schlüferli wurden vor Ort eingepackt
Neben den Fasnachtsgebäcken boten die Frauen auch zahlreiche Kuchen und Cakes an
Durch die frisch gebackenen Kuchen roch es im ganzen Foyer nach Süssgebäck
Nach dem Mittag holten sich der eine oder andere Möriker ein Dessert bei den Frauen
Dieses kleine Kässeli nahm Spenden entgegen - der gesamte Erlös vom Chüechlitag wird für Seniorenprojekte im Dorf verwendet
Man gab auch gerne ein bisschen mehr, immerhin haben die Frauen für einen guten Zweck gebacken
Zuerst probieren und dann mitnehmen - Im Foyer des Gemeindesaals konnte man auch zu Kaffee und Kuchen verweilen
Man sei gut in der Region vernetzt, sagt Marianne Flühmann, die Präsidentin des Frauenvereins

Bis 16 Uhr konnte man am Buffet der Landfrauen und des Frauenvereins einkaufen

Isabelle Schwab

Der Puderzucker ist überall. Auf den Händen, Kleidern, dem Tisch, im Gesicht. Durch die Körperwärme beginnt bald alles zu kleben. Doch das macht nichts. Was wäre ein Fasnachtschüechli-Essen, wenn man sich danach nicht genüsslich die Finger ablecken könnte?

Die Landfrauenküche kennt keinen Gesundheitswahn. Selleriestange und Magerquark dürfen am Chüechlitag der Landfrauen und des Frauenvereins vergangenen Samstag im Kühlschrank bleiben. Doch was macht die Fasnachtsleckereien so unwiderstehlich? Liegt es daran, dass sie mit viel Liebe hergestellt wurden, oder doch eher am Schuss Kirsch?

Das grosse Zutaten-Geheimnis

«Es hat sicher auch damit zu tun, dass alles frisch für heute zubereitet wurde», sagt Marianne Rey vom Frauenverein. «Ausserdem war es früher Brauch, an der Fasnacht ein letztes Mal vor der Fastenzeit zu schlemmen», sagt sie. Doch auch das Wetter könnte einen Einfluss auf die Konsummenge von Zigerkrapfen und Co. haben, vermutet eine Kollegin. «Vor ein paar Jahren hat es stark geregnet. Wir hatten selten so viele Besucher», erinnert sie sich.

Die Frauen wissen genau, wie viel Zöpfe und Fasnachtschüechli sie herstellen müssen, um der Nachfrage gerecht zu werden. Am letzten Donnerstag begann das grosse Backen mit Fasnachtschüechli und Schenkeli. 50 Liter Öl wurden verbraucht, 53 Zöpfe gebacken und etwa 200 Fasnachtschüechli hergestellt.

Strenger Einsatzplan

Damit alles reibungslos ablief, haben sich die Frauen an einen strengen Einsatzplan gehalten. Man ist ein eingespieltes Team, führt man den Chüechlitag doch zum achten Mal durch. «Die Landfrauen sind für die Rezepte zuständig und haben etwa die vier Teige für die Fasnachtschüechli hergestellt», sagt Marianne Flühmann, die Präsidentin des Frauenvereins. Da bleibe auch ihnen die eine oder andere Geheimzutat verborgen. Ob es nun an der Liebe oder am Kirsch lag, den Besuchern hats geschmeckt.

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