Lenzburg

Mit 2 PS von Max und Moriz durch Feld und Wald, über Berg und Tal

Die Rösslifahrt Stadt und Land eröffnet neue Dimensionen und Impressionen.

Die Rösslifahrt Stadt und Land eröffnet neue Dimensionen und Impressionen.

Gemütlich mit 2 PS durch Stadt und Land kutschieren, umweltfreundlich die Natur geniessen: Rösslifahrten in der Umgebung sind das neue Angebot der Forstdienste Lenzia mit Tourismus Lenzburg Seetal.

Max und Moritz legen sich kräftig in die Riemen, doch im Stadtzentrum von Lenzburg sind sie Staufaktoren. Den Passagieren im Gesellschaftswagen von Hansruedi Schneider passt das Tempo. Die gemütliche dreistündige Rösslifahrt eröffnet völlig neue Dimensionen.

Auf der Jungfernfahrt in Begleitung von vier charmanten Stadtführerinnen wird die Tour Nr. 1 durch den Länzertwald zur Kantonsmitte getestet. In dieser Region verbergen sich waldbauliche und kulturhistorische Trouvaillen, die zu entdecken sich auch für Einheimische lohnt. 

Versierter Reiseführer ist Willi Bürgi aus Niederlenz, der es versteht, die Gegenwart mit Geschichte und Geschichten aus der Vergangenheit zu verknüpfen. Schon bei der Abfahrt beim Tourismusbüro weist er auf die einstigen Wässergräben zwischen Lenzburg und Niederlenz hin, deren Überreste immer wieder sichtbar werden.

Die Kutschfahrt führt durch das gegenseitig eng verwobene Strassennetz im Grenzbereich der Nachbargemeinden, die sich in vergangenen Jahrhunderten um manche Übergriffe stritten.

Beim industriell verdichteten ehemaligen Rodungsgebiet mit dem Lenzburger Kieswerk wird der Lenzhard sichtbar, ein einst dichter Tannenwald, der von Borkenkäfern und Sturm «Lothar» vernichtet und mit Naturverjüngung heute zum gesunden Mischwald wurde. Entlang der Bahnlinie reihen sich Amphibienstandorte.

An der Rupperswiler Grenze geht es auf den Spuren der einstigen Zürich–Bern-Verbindung weiter, ein Karrenweg durch den Wald. Durchs «Neufundland» gelangt man zur Kantonsmitte beim Pumpwerk Lenzhard. Bei diesem Denkmal wird zur Halbzeit ein Apéro serviert.

Willi Bürgi präsentiert uralte Bäume und zeigt, wo die Nord-Süd-Verbindung hinab zu einer Aarefähre führte. Und dann staunt man über die Reste des Seetalbahn-Trassees mitten im Wald; hier gab es eine Kiesgrube mit Bahnhof.

Bei der Weiterfahrt passiert man die Niederlenzer Kiesgrube, die Waldhütte, das Grab der Bourbaki-Pferde und kommt beim Hardifeld wieder ins Freie. Der Kreis der abwechslungsreichen Rundfahrt ist geschlossen.

Vorerst sind zwei Touren vorgesehen: Am 5. September im Länzertwald, am 24. Oktober der Lindwald mit dem Römerstein. Stadtoberförster Frank Haemmerli hofft, nächstes Jahr das Angebot auf fünf Rundfahrten auszubauen.

Vorgesehen sind die Flachtouren 1 und 2, sowie eine Stadtrundfahrt zum Fünfweiher, als Bergtouren sind der Bergwald mit Esterliturm und Lütisbuech mit Vue des Alpes vorgesehen.

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