Die Hypothekarbank Lenzburg AG hat im vergangenen Jahr den Geschäftsertrag um 3.5 Millionen Franken (+ 4.7 Prozent) auf 77.3 Millionen Franken gesteigert. Sämtliche Ertragskomponenten aus dem Kerngeschäft haben zu dieser Verbesserung beigetragen, wie die Bank mitteilt.

Der Erfolg aus dem Zinsdifferenzgeschäft – der wichtigsten Ertragsquelle der Bank – verzeichnet gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um 1.3 Millionen Franken (+ 2.5 Prozent) auf 55.2 Millionen Franken. Zudem zeigen gemäss der Bank der Ausbau des HBL Asset Management und die Positionierung im Bereich der Digitalisierung mit der Erbringung von IT- und Service-Leistungen an Dritte erfreuliche Auswirkungen.

So haben sich die Erträge im Kommissionsgeschäft um 1.7 Millionen Franken (+ 15.9 Prozent) auf 12.6 Millionen Franken erhöht und der übrige ordentliche Ertrag, der wesentlich von den Einnahmen aus den Lizenzen für das Kernbankensystem Finstar und Dienstleistungen geprägt ist, die wir für Partnerinstitute erbringen, hat um 300'000 Franken (+ 9.5 Prozent) auf 4 Millionen Franken zugenommen. Weiter positiv verändert haben sich die Handelserträge um 0.8 Millionen Franken (+ 27.8 Prozent) auf 3.7 Millionen Franken.

Grosser Gewinn für die Hypothekarbank Lenzburg

Grosser Gewinn für die Hypothekarbank Lenzburg

Von den 22 Mio., die die Bank im letzten Jahr gemacht hat, dürfen auch die Aktionäre profitieren. Auf eine mögliche Immobilienblase sei man gefasst.

Umsetzung der Strategie und regulatorische Anforderungen

Die mit der Umsetzung der Strategie verbundenen Investitionen führten zu einer Zunahme des Geschäftsaufwandes. Zudem hatten die stetig umfassenderen regulatorischen Anforderungen entsprechende Auswirkungen auf die Kosten. Während der Personalaufwand um 0.5 Millionen Franken (+ 1.6 Prozent) auf 29.6 Millionen Franken anstieg, nahm der Sachaufwand um 1.6 Millionen Franken (+ 13.9 Prozent) auf 13.5 Millionen Franken zu.

Darin enthalten sind höhere Informatikkosten sowie zusätzliche Kosten für Leistungen, die wir von Dritten beansprucht haben. Die Abschreibungen auf Bankliegenschaften betragen 1.4 Millionen Franken und die Aufwendungen für die Weiterentwicklung der Informatiklösung Finstar belaufen sich auf 4.9 Millionen Franken. Diese wurden vollumfänglich abgeschrieben. Schliesslich resultiert ein um 0.5 Millionen Franken (+ 2.1 Prozent) gesteigerter Gewinn von 22.1 Millionen Franken. 

Nennwertreduktion als Jubiläumsgeschenk

Der Verwaltungsrat beantragt an der Generalversammlung vom 17. März 2018 eine unveränderte Dividende von 110 Franken pro Aktie auszurichten. Den freiwilligen Gewinnreserven sollen 14.5 Millionen Franken zugewiesen werden. Im Vorjahr waren es 13.5 Millionen Franken.

Weiter beantragt der Verwaltungsrat, den Aktionären mit einer steuerbefreiten Nennwertreduktion einen zusätzlichen Betrag von 40 Franken pro Aktie auszuzahlen. Im Jahr des 150-jährigen Bestehens der Hypothekarbank Lenzburg AG kommen die Aktionäre damit in den Genuss einer Ausschüttung von insgesamt 150 Franken pro Aktie.

Auf Basis des Jahresendkurses der Hypi-Aktie (HBLN) entspricht dies einer Rendite von 3.4 Prozent. «Wir wollen uns mit der Sonderausschüttung bei unseren Aktionären für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung bedanken – 150 Franken im 150. Jahr Hypothekarbank Lenzburg», sagt Verwaltungsratspräsident Gerhard Hanhart.

Bilanz überschreitet 5-Milliarden-Franken-Marke

Die Bilanzsumme überschritt mit einer Steigerung von 100 Millionen Franken (+ 2 Prozent) erstmals die Marke von 5 Milliarden Franken. Die Hypothekarforderungen konnten um weitere 161 Millionen Franken (+ 4.3 Prozent) auf 3'874 Millionen Franken gesteigert werden.

Wie in den Vorjahren wurden hauptsächlich Wohnliegenschaften finanziert. Vor dem Hintergrund unverändert tiefer Zinsen blieb die Bautätigkeit weiter dynamisch, führt jedoch gebietsweise zu einer Zunahme des Leerwohnungsbestandes. Wir beobachten die Entwicklung aufmerksam und erachten eine gewisse Zurückhaltung als angezeigt.

Die Forderungen gegenüber Kunden reduzierten sich um 22 Millionen Franken auf 208 Millionen Franken. Viele Unternehmenskunden halten sich mit Investitionen trotz deutlich verbesserten Rahmenbedingungen weiterhin zurück. Die durchschnittliche Auslastung der offenen Kreditlimiten ist gering. Die Ausleihungen sind mit 92 Prozent durch Kundengelder refinanziert.

Die Entwicklung der Kundengelder war im Berichtsjahr einerseits geprägt durch die gezielte Umplatzierung von Vorsorgegeldern im Umfang von 136 Millionen Franken, die bis Anfang 2017 in der Bilanz geführt und anschliessend in Vermögensverwaltungsmandate – ausserhalb der Bilanz – investiert wurden. Andererseits konnte während des Berichtsjahres ein organisches Wachstum der Kundengelder von 98 Millionen Franken (+ 2.7 Prozent ) erzielt werden.

Per Jahresende belaufen sich die Kundengelder auf 3‘757 Millionen Franken. (- 1.0 Prozent). Zur Refinanzierung des langfristigen Ausleihungsgeschäfts wurden die Pfandbriefdarlehen um 33 Millionen auf 598 Millionen Franken. erhöht.

Eigenmittelquote deutlich über gesetzlichem Minimum Das ausgewiesene Eigenkapital beträgt – unter Einrechnung der Reserven für allgemeine Bankrisiken und unter Berücksichtigung der vorgesehenen Gewinnverwendung und der Nennwertrückzahlung – 453 Millionen Franken (+ 11 Millionen Franken). Dies entspricht unverändert 9 Prozent der Bilanzsumme. Die Gesamtkapitalquote nach Basel III von rund 19 Prozent übertrifft das gesetzliche Erfordernis von 12.2 Prozent deutlich.

Anlageprozess der Hypothekarbank Lenzburg AG bewährt sich In Kombination mit einem positiven Börsenumfeld vermochten sämtliche vom HBL Asset Management betreuten Anlagen überaus erfreuliche Renditen zu erzielen. Dabei konzentriert sich das HBL Asset Management auf das Erbringen von Dienstleistungen in den drei Bereichen der traditionellen Vermögensverwaltung, den institutionellen Vermögensverwaltungsmandaten und der Gestaltung neuer Produkte.

Die verwalteten Vermögen konnten mehr als verdoppelt werden. Sie betragen insgesamt über 550 Millionen Franken. Sämtliche vom HBL Asset Management betreuten Anlagen profitieren dabei vom klar definierten Anlageprozess, den die Hypothekarbank Lenzburg AG 2016 eingeführt hat und der sich auch im letzten Jahr bewährt hat.

Unter Vorbehalt der Zustimmung der Generalversammlung vom 17. März 2018 wird sich der Verwaltungsrat der Hypothekarbank Lenzburg AG aus folgenden Personen zusammensetzen:

  • Gerhard Hanhart, Präsident
  • Prof. Dr. sc. ETH Doris Agotai
  • René Brülhart
  • Kaspar Hemmeler
  • Marco Killer
  • Josef Lingg
  • Ursula McCreight-Ernst
  • Christoph Schwarz
  • Therese Suter
  • Dr. Thomas Wietlisbach