Möriken-Wildegg
Mike Müller, Ursus und Nadeschkin und Bliss: Das Erfolgsprojekt «möwikultur» feiert ein Jubiläum

Innerhalb von nur zehn Jahren hat sich «möwikultur» in Möriken-Wildegg in Künstlerkreisen einen Namen geschaffen. Nun fragen Künstler bereits nach Zweit- oder Drittauftritten.

Markus Christen
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Mike Müller kommt mit seinem Erfolgsprogramm «Heute Gemeindeversammlung».

Mike Müller kommt mit seinem Erfolgsprogramm «Heute Gemeindeversammlung».

HO

«Volljährig» heisst das Jubiläumsprogramm des A-cappella-Quintetts Bliss, das am 10. Januar 2020 das Jubiläumsprogramm von «möwikultur» einläuten wird. Die fünf Freunde aus dem St.Galler Rheintal, die in diesem Jahr den Swiss Comedy Award erhielten, werden das Publikum im Gemeindesaal von Möriken auf eine vergnügliche Zeitreise mitnehmen und in ihrem Tagebuch aus 20 Jahren Bandgeschichte blättern.

Volljährig, das ist die Kulturkommission von Möriken-Wildegg zwar noch nicht, aber auch 10 Jahre haben gereicht, um sich in der regionalen Kulturszene und darüber hinaus einen Namen zu machen. «Gegründet wurde möwikultur, um das Angebot der Dorfvereine zu ergänzen und der Bevölkerung ein möglichst breit gefächertes Veranstaltungsangebot vorzustellen», sagt Markus Eichenberger. Der Vizeammann von Möriken-Wildegg ist seit acht Jahren Mitglied der Kulturkommission und präsidiert sie seit sechs Jahren. «Inzwischen», so Eichenberger weiter, «konnte möwikultur ein gewisses Renommee gewinnen. Die Künstler fühlen sich wohl im Saal und mit unserem Publikum.» Einen Nachweis für diese Schilderung liefert im Jubiläumsjahr insbesondere die Comedysparte im Kulturprogramm, die hochkarätig besetzt ist. Bis auf Bliss sind alle Künstler bereits zum zweiten Mal in Möriken zu Gast.

Ursus und Nadeschkin präsentieren am 28. und 29. Januar ihr neues Programm «Der Tanz der Zuckerpflaumenfähre», das laut Eigenbeschrieb «die Vorstellung jeder Vorstellung sprengt». Der deutsche Kabarettist Rolf Miller versprüht am 20. März seinen odenwäldischen Wortwitz. Sound und Songs erklingen am 24. April in der Comedyshow «Jump!» von Starbugs. Und im September schliesslich unterhält der St.Galler Comiczeichner und Liedermacher Manuel Stahlberger die Zuhörerinnen und Zuhörer.

Ich hätte nie geglaubt, so viele Top Acts auf unsere Bühne holen zu können.

(Quelle: Markus Eichenberger, Präsident «möwikultur».)

«Dass die Künstler inzwischen für einen zweiten oder gar dritten Auftritt bei uns anfragen, ist durchaus in unserem Sinn», sagt Eichenberger. «Es macht die Programmgestaltung etwas einfacher, sorgt für Kontinuität und hat es uns erlaubt, von der Rolle des Bittstellers in die Rolle des Anbieters zu wechseln.»

Kleinkunstbühne gesucht

Ein weiterer Höhepunkt im Jahresprogramm von möwikultur ist der Besuch von Bernhard Schär am 7. Mai. Der bekannte Radiomoderator berichtet im Gespräch über sein Leben als Sportreporter und seine Begegnungen mit Sportgrössen und -legenden neben der Skipiste und neben dem Tennisplatz.

Fern- und Heimweh des Publikums im Gemeindesaal von Möriken-Wildegg stillen zwei Multivisionsvorträge. Der Schweizer Fotograf und Journalist Thomas Sbampato berichtet von seinen Reisen nach Namibia und Botswana. Ivo Moosberger rekapituliert im Oktober seinen 10-monatigen Weg zu Fuss durch die Schweiz.

«Als ich vor sechs Jahren das Präsidium der Kulturkommission übernahm, habe ich nicht gedacht, dass wir einmal solche und so viele Top Acts auf unsere Bühne holen können», sagt Markus Eichenberger. «Aber man muss auch ehrlich sagen: Das liegt nicht in erster Linie daran, dass wir so toll sind, sondern daran, dass wir eine so tolle Infrastruktur haben.» Für die Zukunft hat er eigentlich nur einen Wunsch. «Schön wäre es, wenn wir im Dorf noch Räumlichkeiten finden, um eine Kleinkunstbühne einzurichten.»

Mit grosser Vorfreude erwartet Markus Eichenberger den Besuch von Mike Müller. Der Schauspieler zeigt am 12. und 13. März sein Soloprogramm «Heute Gemeindeversammlung», das der Vizeammann zusammen mit seinen Gemeinderatskolleginnen und -kollegen bereits sehen durfte. «Es ist unglaublich gut, wie Mike Müller ganz allein eine Gemeindeversammlung nachspielt. Die Parodie ist ganz aus dem Leben gegriffen.»