Meisterschwanden
Meisterschwanden will während zwei Jahren Jugendarbeit testen

Während zweier Jahre will die Gemeinde Meisterschwanden ein Jugendkonzept, basierend auf Ideen von Jugendlichen, weiter entwickeln und testen. Für das Jahr 2013 sind dafür 40000 Franken im Budget eingestellt.

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Bei der Konzept-Ausarbeitung waren die Jugendlichen beteiligt.

Bei der Konzept-Ausarbeitung waren die Jugendlichen beteiligt.

Zur Verfügung gestellt

Wie der Gemeinderat in einer Medienmitteilung schreibt, sind Jugendliche für Meisterschwanden eine wichtige Altersgruppe. Sie sollen gern in Meisterschwanden leben, sich wohlfühlen und gute Bedingungen zum Aufwachsen vorfinden.

Aktuelle schwierige Situation

Heute präsentiert sich die Situation für die Jugendlichen in Meisterschwanden zum Teil als schwierig. Dies will der Gemeinderat mit dem neu erstellen Jugendkonzept ändern: Ab 2013 soll in einer zweijährigen Pilotphase mit Jugendprojekten die Situation verbessert und die Möglichkeiten professioneller Jugendarbeit für die Gemeinde erprobt werden.

Die Pilotphase ist Teil eines umfassenderen Jugendkonzeptes, das zwischen Mai 2011 und Juli 2012 von einer breit abgestützten Projektgruppe mit professioneller Begleitung erarbeitet wurde. Das Konzept wurde im Sommer dem Gemeinderat vorgestellt. Inzwischen hat der Gemeinderat das Jugendkonzept im Grundsatz genehmigt.

Viele Jugendliche sind unzufrieden

Die Erarbeitung des Jugendkonzeptes durch die Projektgruppe bestand aus zwei Schritten: In einem ersten Schritt wurde die Situation im Jugendbereich untersucht. In einem zweiten Schritt widmete sich die Projektgruppe der Frage, welche Bedingungen des Aufwachsens Jugendliche in Meisterschwanden in Zukunft vorfinden sollen.

Die Situationsanalyse zeigte klar, dass die Situation im Jugendbereich zum Teil schwierig ist und dass besonders für die 12- bis 16-Jährigen ein grosses Bedürfnis an zusätzlichen Freizeitangeboten besteht.

Nachdenklich stimmt, dass viele Jugendlichen mit der Situation in Meisterschwanden unzufrieden sind: Sie fühlen sich im öffentlichen Raum nicht erwünscht, kaum in wichtigen Entscheidungen einbezogen und von den Erwachsenen ungerecht behandelt. Die Befragungen zeigten aber auch, dass die Mehrheit der Jugendlichen ihr Leben erfolgreich meistert und dass die Jugendlichen selber aktiv werden und ihre eigenen Ideen verwirklichen wollen.

Bedarf abklären

Und hier setzt das Jugendkonzept an: Während zweier Jahre sollen verschiedene Projekte mit und für die Jugendlichen in Meisterschwanden durchgeführt werden. Mit diesen Projekten erhalten die Jugendlichen nicht nur neue Angebote, sie dienen auch dazu, den genauen Bedarf an Jugendarbeit zu erheben und die Jugendlichen zu aktivieren. Diese Arbeit wird auf Projektbasis geleistet.

Finanziell bedeutet das, dass für die Umsetzung und Weiterentwicklung des Jugendkonzeptes 2013 40000 Franken benötigt werden. Es liegt eine Zusage des Departementes Bildung, Kultur und Sport des Kanton Aargau vor, nach der Erstellung des Konzeptes nun auch die Projektphase jährlich zu unterstützen: Der Kanton Aargau beteiligt sich an der Jugendarbeit mit 13000 Franken, sodass für die Gemeinde Kosten in der Höhe von 27000 Franken bleiben.

Fernziel Jugendarbeit für 12 bis 25

Es ist das mittelfristige Ziel, in Meisterschwanden eine gemeinwesenorientierte Jugendarbeit mit der Zielgruppe der 12- bis 25-Jährigen anzubieten. Dazu wird die erwähnte zweijährige Pilotphase durchgeführt, die sich aus Ressourcengründen primär an die 12- bis 16-Jährigen richtet. Bevor weitere Schritte beschlossen werden, wird diese Pilotphase seriös ausgewertet und die Möglichkeiten einer regionalen Zusammenarbeit eingehend geklärt.

Die Mitglieder der Projektgruppe, welche das Jugendkonzept erarbeiteten, waren Fränzi Baumgartner, Gabi Caduff, Yesica Caduff, Liselotte Frei, Susanne Petrecca, Carmen Pirovano, Ariane Roth, Jürg Schneiter, Markus Siegrist, Roger Sigg und Dieter Studer. Professionell unterstützt wurde die Projektgruppe von Dominik Schenker und Alfred Steiner von der Büro West AG. (az)