Lenzburg

Mehr Vogelschutz bei Schloss Hallwyl: Der Aabach ist ab heute eine Sperrzone

Der Aabachabschnitt von Hallwilersee in den Aabach ist ab dem 1. April gesperrt.

Der Aabachabschnitt von Hallwilersee in den Aabach ist ab dem 1. April gesperrt.

Vom Hallwilersee direkt in den Aabach, entweder mit einem Boot, dem Stand-up-Paddle oder mit der eigenen Schwimmkraft. Die Strecke ist bei den Besuchern des Sees äusserst beliebt – so beliebt, dass an heissen Sommertagen Hunderte Menschen im Aabach unterwegs sind.

Ab heute ist dies aber nicht mehr möglich: Dank der Revision der Schifffahrtsverordnung ist das Passieren des Aabachabschnittes mit Booten und Schwimmkörpern aller Art neu von Anfang April bis Ende Juni verboten. Auch Flosse und Luftmatratzen werden zu Schwimmkörpern gezählt. Grund für die Sperrung: Die brütenden Vögel, die sich vom Lärm der Menschen gestört fühlen. «Die Anzahl der Brutvogelarten und Brutpaare pro Art haben in den letzten Jahren kontinuierlich abgenommen, insbesondere an Orten wie entlang des Aabachs, wo der Freizeitrummel immer mehr zunimmt», sagte Sebastian Meyer, Projektleiter, Kantonale Abteilung Landschaft und Gewässer, im Oktober.

Der Kanton schreibt im Bericht von «Umwelt Aargau»: «Inzwischen brüten in diesem Naturschutzgebiet von europäischen Bedeutung nur noch wenige typische Ried- und Schilfvogelarten. Insbesondere die Bereiche entlang des Aabachs sind fast vollständig verwaist.»

Wer gegen Verbot verstösst, riskiert eine Busse

Damit die Besucher des Hallwilersees umfassen über die Sperrung informiert werden, wird diese an mehreren Orten publiziert. «Die Signalisation mit dem Schifffahrtsverkehrszeichen wurde oberhalb des Schlosses Hallwyl und beim Seeausfluss montiert», sagt Sebastian Meyer. Auch die Schifffahrtsgesellschaft Hallwilersee (SGH) werde in allen Vitrinen ein Infoplakat aufhängen.

Wer das Verbot ignoriert, muss mit einer Busse rechnen. «Die Gewässerpolizei und der Rangerdienst Hallwilersee sind bereits informiert und gebeten, am Aabach vermehrt zu kontrollieren und Besucher zu informieren», sagt Meyer. Bussen dürfen jedoch nur von der Polizei ausgestellt werden.

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