Lenzburg
Mehr Sicherheit für Buspassagiere noch vor dem Fahrplanwechsel

Die neue Busabfahrkante beim Bahnhof ist seit Mittwoch-Morgen in Betrieb und soll eine Verbesserung bringen.

Fritz Thut
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Am Mittwoch-Morgen fuhren die ersten Busse der Linien 389, 392 und 393 beim Bahnhof Lenzburg an der Kante auf der Seite der Seetalbahnbahn ab.

Am Mittwoch-Morgen fuhren die ersten Busse der Linien 389, 392 und 393 beim Bahnhof Lenzburg an der Kante auf der Seite der Seetalbahnbahn ab.

Chris Iseli

Zum ersten Mal seit den vielen Jahren, in denen die Diskussion um die Neugestaltung des tristen Lenzburger Bahnhofplatzes läuft, wurde ein Termin nicht nur eingehalten, sondern sogar unterboten: Als Sofortmassnahme für die Erhöhung der Sicherheit der Passagiere wurde am Mittwoch die Buskante auf der Seite des Seetalbahnperrons in Betrieb genommen – vier Tage vor dem Fahrplanwechsel, der als zeitliche Vorgabe gegolten hatte.

Dieses seltene Ereignis war den Verantwortlichen eine frühe Medienorientierung an Ort und Stelle wert. Kurz nach sieben Uhr machten sich Stadtbehörden, die Geschäftsleitung des Regionalbus Lenzburg (RBL) und Mitglieder der einwohnerrätlichen Bahnhofplatz-Begleitkommission selbst ein Bild über die neue Disposition.

Vorsprung dank dem Wetter

Das Dreieck zwischen Bahnhofstrasse und Seetalbahn-Trassee ist nun neu auch Einsteigezone für die Buslinien 389 (Lenzburg–Seon Birren–Seon Bahnhof), 392 (Lenzburg–Ammerswil–Dintikon) und 393 (Lenzburg–Othmarsingen–Mägenwil). Entlang der Bahnhofstrasse wurde der Randstein verschoben und davor wurden Busfelder markiert.

Damit diese Buskante eingerichtet werden konnte, mussten – wie Christian Brenner, Leiter Tiefbau auf dem Stadtbauamt erläuterte – zusätzlich zwei Kandelaber und ein Verkehrsschild versetzt werden. «Dank dem guten Wetter, der Verfügbarkeit der Baufachleute und der Tatsache, dass keine zusätzlichen Fundationen erstellt werden mussten, konnten wir das Projekt derart schnell umsetzen», erklärte Brenner den Vorsprung auf den Zeitplan.

«Es ist eine gefreute Sache, dass es so schnell gegangen ist», freute sich auch Stadtammann Daniel Mosimann über diesen ersten kleinen Schritt zur Verbesserung der Situation auf dem Bahnhofplatz.

Im Finanzrahmen

Martin Steinmann, der für das Bauwesen zuständige Stadtrat, lobte die zügige Umsetzung dieser Sofortmassnahme: «Wir haben hier gezeigt, dass wir schnell und pragmatisch eine gute Lösung realisieren können.» Die Freude steigert sich weiter, weil sich abzeichnet, «dass sich die Kosten im vorgesehenen Rahmen bewegen».

Mit dem neuen Abfahrtsort von drei der elf RBL-Linien hat man eine Entflechtung der Bushaltestellen erreicht. Die vor allem zu Stosszeiten notorisch überlastete Abfahrkante entlang den SBB-Bahngleisen kann so entlastet werden. Mit verschiedenen Massnahmen macht der RBL die Passagiere auf die neue Situation aufmerksam. «Neben den neuen Hinweistafeln stehen in der Anfangsphase viele Kundenlenker von uns im Einsatz», so René Bossard, der Geschäftsführer des Regionalbus Lenzburg. Wegen der Begegnungszone geniessen die Fussgänger bei der Querung der Bahnhofstrasse Vortritt.

Die Verantwortlichen sind sich bewusst, dass die neue Buskante nur ein winzig kleiner Schritt auf dem Weg zu einem funktionierenden Bahnhofplatz ist. Nun folgt die Planung eines Provisoriums für 6 bis 10 Jahre. «Schon dafür wollen wir alle Möglichkeiten, etwa auch ein anderer Verlauf der Bahnhofstrasse, prüfen», so Steinmann. Das definitive Gesicht des Bahnhofareals kann wegen den Dispositionen der SBB frühestens ab 2020 geplant werden.

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